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neue Konzessionen gemildert, bis auch er der Welt-
-förmigkeit der Zeit verfiel. Hier setzte Johannes,
zugleich mit Teresa von Avila im weiblichen Zweig des Ordens, ein, um die alte Strenge mit ihrer ab- soluten Armut, Selbstverleugnung und Betrach- tung wiederkerzustellen. Aber damit kam er bei seinen Obern schlecht an. Sobald er mit einigen Freunden die Reform praktisch für sich durch- führte und wachsende Nachfolge gewann, so daß ganze Klöster der strengeren Observanz entstan- den, die auch im Volke immer stärkere Sympathie fanden, griff die Leitung der herrschenden Rich- tung ein. Man empfand ihn wie ein anklagendes
Gewissen, das zum Schweigen gebracht werden
mußte. Man beschuldigte ihn des„Ungehorsams gegen die Regel“, und als er mit Berufung auf die ursprüngliche Regel auf seinem Recht bestand, wurde Anklage bei der Inquisition wegen Häresie- verdachtes gegen ihn erhoben. In einer stürmi- schen Dezembernacht wurde er in einem Klöster- chen in Avila von der Polizei verhaftet und nach Toledo gebracht. Reinhold Schneider hat die Szene
geschildert(‚Dunkle Nacht“ 5. 53 ff.):
„EsistzuEnde mit Eurer Reform. Dem Herrn gabt Ihr vor zu dienen; in Wahrheit seid Ihr Hoffärtige und Aufrührer; ja schlimmer als das- Ihr seid
Ketzer und gehört vor das geistliche Gericht.“
Und Johannes: ‚Ihr habt die Gewalt. Aber habt auch acht,'daß ihr in großer Gefahr seid, weil ihr die Gewalt habt.‘ Nach einigem Hin und Her er- klärt er ergeben:„Wir müssen in Glauben und
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