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Gefangenschaftsbriefe / Dr. Max Josef Metzger (Bruder Paulus) ; eingeleitet und herausgegeben von Dr. Matthias Laros
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Beim Ausbruch(des Brandes war er noch gar nicht in Rom. Aber er ist doch das Haupt der verhaßten Christensekte. Wird also in Gewahrsam gehalten bis zu einer neuen Verhandlung. Vielleicht ist er indirekt an den Verbrechen beteiligt. Und so ge- hen wieder Wochen und Monate ins Land. Die Hoffnung wird immer geringer, aber auch die Ruhe größer. Es wird ihm klar: Verfolgung gehört zum Wesen der Kirche. Nur eine gegeißelte, mit Dornen gekrönte und das Kreuz durch die Zeiten tragende Kirche kann die Braut des gekreuzigten Herrn sein. Da steigt das Verlangen, die Sehnsucht nach dem Opfertod für seinen Herrn, seine Kirche und seine geliebten Kinder in ihm auf. Nun möchte er wirklich aufgelöst werden und mit Chri- stus sein, auch-im Sterben für Ihn. Denn nur aus: der Vereinigung im Tode kann die Vereinigung in der Auferstehung und Glorie erwachsen. So wird er ganz still, heiße Dankgebete für alles Leiden kommen beständig von seinen Lippen, und von Zeit zu Zeit hört man ihn leise die sieghaften Psal- men singen.- Da, im Herbst 67, wird er erneut in Ketten vor den Richter geführt, und das Urteil lautet, weil er römischer Bürger ist: Tod durch das Beil. Paulus ist weder überrascht noch geknickt. Er hatte längst gelernt zu sterben, ehe er starb. Darum geht er aufrecht, verklärten Auges zur Richtstätte und legt mit einem letzten, lauten Ge- bet in seiner Muttersprache, das Haupt auf den Block, abseits von der Stadt und der großen Heer-

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