Fleische das ergänzen, was an den Leiden Christi noch fehlt für Seinen Leib, die Kirche... Dafür arbeite ich und kämpfe in Seiner Kraft, die Er mächtig in mir wirkt.“(1, 15-29).- Den Freunden in Philippi gesteht er:„Für mich ist das Leben Christus und das Sterben-Gewinn. Wenn das Le- ben im Fleische für mein Wirken fruchtbar ist, dann weiß ich nicht, was ich wählen soll. Es zieht mich nach beiden Seiten hin: Ich habe das Ver- langen, aufgelöst zu werden und mit Christus zu sein, was um vieles besser wäre. Im Fleische zu bleiben, ist aber notwendig euretwegen. Und das weiß ich zuversichtlich, daß ich bleibe, daß ich bei euch bleiben werde zu eurer Förderung und zur Freude im Glauben, damit euer Frohlocken in Christus Jesus um so überschwenglicher mir zuteil werde,wenn ichwieder zu euch komme.“(1.21-26). Darum ermahnt er sie, er, der Gefangene, dem es an allem fehlt und. der beständig den. Wacht- posten hinter sich sitzen sieht:„‚Freuet euch aller- wegen im Herrn! Abermals sage ich: Freuet euch! Laßt euch durch nichts ängstigen! In jeder Lage laßt eure Anliegen in flehentlichem Gebet mit Dank kundwerden bei Gott. Dann wird der Friede Got- tes, der alle Begriffe übersteigt, eure Herzen und eureGedanken in Christus Jesus behüten.“(4,4-7). Wie ist Paulus in dieser Gefangenschaft innerlich gewachsen bis zur letzten Freiheit in Gott!-
Auch für Privatbriefe hat er noch Zeit. Der Sklave Onesimus war seinem Herrn, dem reichen Kauf- mann Philemon in Kolössä, entlaufen und kommt
22


