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Gefangenschaftsbriefe / Dr. Max Josef Metzger (Bruder Paulus) ; eingeleitet und herausgegeben von Dr. Matthias Laros
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und doch wohl bekannt, als Sterbende und siehe, wir leben, als Geschlagene und doch nicht getötet, betrübt und doch immer fröhlich, arm und doch viele bereicherud, nichts habend und doch alles

besitzend.(2. Kor. 6, 8-10).

Einen solchen Gefangenen haben die Soldaten und dieWache noch nicht gesehen. Schmiergelder für kleine Annehmlichkeiten hat er zwar nicht; aber sie müssen ihm menschlich doch gut sein, gehen öfters zu ihm und unterhalten sich mit ihm, las- sen ihn Besuch. empfangen und auch ausgehen, je- doch am linken Handgelenk durch eine Kette mit dem Wachsoldaten verbunden, der hinter ihm her- geht, von den Passanten neugierig betrachtet und nicht selten verspottet: Ein Gefährlicher, vor dem man sich in acht nehmen muß!- Am unange- nehmsten, ‚daß die Wache täglich wechselt. Aber Paulus wendet das zum Guten. Er wird bei der sanzen Prätorianergarde bekannt. Alle wissen, daß er um Christi willen die Ketten trägt, und viele suchen nun, Christi Botschaft selber kennen zu lernen. Die Soldaten sprechen auch mit den Leu- ten aus den umliegenden Mietskasernen. Die kom- men ebenfalls, um den seltsamen Mann zu sehen und zu hören. Aus Griechenland und Kleinasien kommen Freunde und Bekannte. aller Art, die auch etwas mitzubringen haben. Bei magerem Mahl bilden sich Tischgesellschaften, bei denen Paulus das Wort führt, und an den langen Aben- den, beim spärlichen Licht der Öllämpchen, ent- stehen katechetische Kurse, deren Teilnehmerzahl

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