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Paulus bleibt fest:„Was weint ihr und macht mir das Herz schwer? Ich bin bereit, mich nicht nur binden zu lassen, sondern auch zu sterben für den
Namen des Herrn Jesus.“(Apg. 21, 13). So geht er seinen Weg.
In Jerusalem angekommen, besucht er zunächst den„„Herrenbruder“ Jakobus; aber der Empfang vor der Gemeinde ist zunächst seltsam kühl, troß der reichen Spende, die er den Brüdern mitbringt. Man hält ihn für zu stürmisch, für unvorsichtig und legt ihm die Klagen der Judenchristen vor; und um sich vor ihnen zu rechtfertigen, rät man ihm, vier Männer, die das Nasiräergelübde gemacht hatten, zu sich zu nehmen und mit ihnen im Tem- „pel Buße zu tun, indem er ihr Reinigungsopfer mit auf sich nahm und die Kosten des Opfers be- zahlte. Es wird Paulus nicht leicht geworden sein, nachdem er vorher so entschieden die Freiheit der Heidenchristen vom mosaischen Geseg vertreten hatte; aber da es ein Liebesdienst ist, erklärte er sich bereit, wie er vorher den Korinthern geschrie- ben hatte:„Obwohl ich frei bin, mache ich mich doch zum Diener aller.“(1. Kor. 9, 19). Und eben das wird ihm zum Verhängnis. ‚Weil er Heiden mit in den Tempel genommen und den heiligen Ort entweiht habe, wird er dort von den Juden er- sriffen und zu Boden geschlagen. Man will ihn steinigen. Mit Mühe entreißt ihn die Tempelwache der fanatisierten Menge, und der römische Oberst läßt ihn mit zwei Ketten fesseln. Man führt ihn zunächst in eine Kaserne. Aber der Pöbel droht
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