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Gefangenschaftsbriefe / Dr. Max Josef Metzger (Bruder Paulus) ; eingeleitet und herausgegeben von Dr. Matthias Laros
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lichen Umweg ist neue Gelegenheit, Jesus zu pre- digen, und zwischendurch kann er doch wieder ein Schiff benugen.- Am 22. April ist er in Milet. Die Getreuen warnen ihn erneut, nach Jerusalem zu gehen, bitten und beschwören ihn, zu bleiben. Aber er antwortet:Vom Hl. Geist getrieben, gehe ich nach Jerusalem, ohne zu wissen, was mir dort be- gegnen wird. Nur das bezeugt mir der Hl. Geist von Stadt zu Stadt, daß Bande und Trübsale dort meiner warten. Doch all dies fürchte ich nicht. Auch mein Leben halte ich für wertlos, wenn ich nur meine Laufbahn vollende und die Aufgabe erfülle, die ich vom Herrn Jesus erhalten habe, Zeuge der Frohbotschaft von der Gnade Gottes zu sein... Ich weiß, daß ihr mein Angesicht nicht mehr sehen werdet,.... und ich weiß, daß nach meinem Weggang reißende Wölfe unter euch ein- dringen und die Herde nicht schonen werden. Aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen, die Verkehrtes reden werden, um die Jünger zu sich herüberzuziehen. Seid darum wachsam und denkt stets daran, daß ich drei Jahre lang, Tag und Nacht, unaufhörlich unter Tränen einen jeden von euch ermahnt habe.(Apg. 20, 23-31). Dann geht er aufs Schiff und fährt zunächst nach Cäsa- rea. Wieder dieselben Warnungen undBitten. Einer der Ältesten bindet sich mit dem Gürtel des Pau- lus Hände und Füße und ruft in die Gemeinde: Den Mann, dem dieser Gürtel gehört, werden die Juden in Jerusalem also binden und den Hän-

den der Heiden überliefern.(Apg. 21, 11). Aber

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