AUESTIEG
Aus tiefstem Dunkel kam in Jahrmillionen
der Mensch herauf. Sein Weg war rauh und hart, mit Blut getränkt, versperrt von Reaktionen, und doch, er ging ihn bis zur Gegenwart.
Oft blieb er stehen, wie zu Stein erstarrt, tierische, dumpfe Streitgier fraß die schwachen, kaum aufgekeimten schönen, reinen Triebe offenen Geistes und verklärter Liebe...
Die Barbarei hat einen giftigen Rachen.
In irrem Weinen, Hohn und Ränkelachen versank der Mensch, erhob sich immer wieder, schritt stark voran— und brach von neuem nieder und rang sich mühsam durch die dunkle Zeit,
bis er die Welt erkannte— und-sein Leid.
Bewußt nun schritt er und bewußt
schuf er sich Freude— und auch Jammer, Stätten der Trauer— und der Lust,
das Boudoir— und auch die Folterkammer, den Tempel schöner Künste— und der Blindheit; gekettet stets an seine bittere Kindheit
war Schöpfer er— und der Zerstörung Hammer...
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Wie mächtig nun steht er in deinem Tag, mein Brüder, der du bist aus ihm geboren, der du dich ihm auf Ja und Nein verschworen... Fest liegt in dir, was in ihm liegt und lag—:
die große Kraft, die Licht und Schatten gibt, die aufbaut und vernichtet, haßt und liebt, die— täglich neugeboren— muß gestalten,


