REGENLIED
Rauschend fällt der kühle Regen, Wolken wallen schwer im Wind, hängen über unsern Wegen,
die wie trübe Bäche sind.
Und wir wandern und wir singen und der Regen fällt und fällt,
aber unsre Lieder schwingen
sich wie Vögel in die Welt.
Kalt und schwer sind Schuh und Kleider, auf der Stirn klebt uns das Haar,
doch wir wandern— weiter, weiter, ruhelose, graue Schar.
Rausche, Regen, rausche nieder
in der Erde tiefen Schoß,
daraus wachsen unsre Lieder,
erdenfroh und schön und groß.
Weite, dunkle Schleier senken nieder sich auf Wald und Hang. Laßt uns ferner Tage denken, da des Maien Lied uns klang. Wir sind Kinder unsrer Straße, die durch Licht und Dunkel zieht; einmal Sang bei vollem Glase, einmal Leid- und Hungerlied...
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