ANDEN MOND
Du mildes Licht dort hinter schlanken Stämmen, wie zärtlich du die Wälder überstrahlst,
wie wundersam den blauen Wolkenkämmen
du Schlucht und Gipfel silbern übermalst,
ich grüße dich, du Abendlied der Stillen;
dein süßer Klang fließt über Halm und Blatt,
du kommst und lächelst, selig zu erfüllen,
den, der ein offnes Herz und Auge hat;
dein sanftes Leuchten läßt die Tiere träumen
und voller mütterlichen Friedens sein,
die Vögel in den leichtbewegten Bäumen,
sie schlummern kindlich unter deinem Schein. Und ich, o Mond—? Ich schau dich hinter Gittern, die deinen Glanz zerteilen und zersplittern....


