DANKE UCH,
MEINE TIBBEN AUGEN
Dank euch, meine lieben Augen, habt euch wirklich sehr bemüht,
mir die große Welt zu zeigen,
wie sie blüht, verdorrt und— blüht.
Menschen lehrtet ihr mich kennen, solche,— andre noch viel mehr... In des Lebens Sorgengarten führtet ihr mich hin und her.
Freuden habt ihr mir gegeben, aber auch so manches Leid, habt mich aufmerksam geleitet durch die große Not der Zeit.
Habt mir Hunger, Leid und Jammer, Unrecht, Lug und Trug enthüllt
und mit härtester Erfahrung
mir das arme Hirn erfüllt.
Wohl, da schlug das Herz im Leibe wild, empört, heiß und gequält, doch ich habe nie der Feigheit
— stets des Kampfes Weg gewählt.
Dank euch, meine lieben Augen, wenn es oft auch bitter war...
daß ihr klar und rein geblieben, hielt auch meine Seele klar.


