EIN ELUÜUCHTLING WANDERT DEUER CH D’EN,.WALD
Das ist der Wald! Ein aufgewühltes Meer, Strudel und Strömungen die dunklen Schluchten.— Saftgrüne Fluten stürzen weit und schwer
sich in des Landes hügelige Buchten.
Wirf dich hinein! Die grüne Sturmflut packt
dich fest und reißt dich fort durch tausend Strudel. Auf dunklem Grunde, aufgelöst und nackt
liegst du— umschlichen von der Tiere Rudel.
Ein andrer Mensch— erhebst du dich und gehst hin durch die braunen Stämme, die sich beugen in tiefe Schluchten, da im Schlamm du stehst, aus dem des Moders dichte Dünste steigen.
Verfaultes Holz, brandfeuchtes, totes Laub, Verwesung aufgedunsner Leiber, die verreckten.— Du stehst und schweigst, als seist du blind und taub, umtost von Stürmen, Dämpfen und Insekten.
Bist du allein?— Ja! Wenn von ferne auch menschliche Stimmen durch das Rauschen schwanken. Du bist allein in Stamm und Stein und Strauch,
in Schlinggewächsen, die dich fest umranken!
Das ist der Wald! Hier stehst du jäh und dicht
vorm Tor, das ausspie dich und das dich wieder würgt und verschlingt. Dein Menschenangesicht wird ausgelöscht! Tod kriecht in deine Glieder!
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