- BALLADE
Ach, ich wohne im Gehirn einer Mietskaserne—
und der Nächte Goldgestirn ist mir nicht sehr ferne,
Einmal— ach, wie war ich nah dem ersehnten Ziele!
Auf dem Stuhle stand ich da, streckt’ der Augen Stiele
und die Hände weit empor, hob mich auf die Zehen, durch des Daches Himmelstor das Paradies zu sehen
und zu packen, fest, ganz fest— und herabzuzerren
und in mein’Dachkammernest für immer einzusperren...
Ah— gerade griff ich zu,
da, der Stuhl versagte—. Knacks! Er legte sich zur Ruh, weils ihm so behagte...
Und ich stürzte in den Pfuhl, Hirn der Mietskaserne...
hätte ich einen besseren Stuhl, dann hätt’ ich auch die Sterne...


