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Das Denken der so vielseitig in Anspruch genommenen Frau mufs sich teilen in Gedanken über Familienleben, Wirtschaftsangelegenheiten, gesellige Verpflichtungen, innere Angelegenheiten. Unter inneren An- gelegenheiten verstehe ich die ganze innere Arbeit, die sich mit dem Genufs von Lektüre und Kunst, dem Wirken der Frau in weiteren Kreisen, Zz. B. der Wohlthätigkeit und gemeinnütziger Thätigkeit, wie überhaupt mit der eigenen Ausbildung verknüpft. Dringen diese Gedankenarbeiten mit einem Male auf uns ein, zügeln und regeln wir sie nicht mit festem Willen, so werden wir leicht überanstrengt und dadurch oberflächlich. Man gewöhne sich daher, zur Zeit eine Sache gründlich durchzudenken, zu erledigen und innerlich zu einem gewissen Abschlufs zu bringen. Das Nacheinanderdenken ist für die innere und äufsere Ruhe eine unabweisbare Notwendigkeit, wenn wir wirklich etwas leisten wollen. Was wir denken und thun, müssen wir ganz denken und thun; dann kann erstaunlich viel geleistet werden.
Zweites Kapitel.
Ernährung und Nahrungsmittel des Menschen.
Bei dem Studium der Kost der Menschen einer früheren Zeit und der noch heute lebenden Naturvölker finden wir viel interessantes Material. Die Fähigkeit des Menschen, pflanzliche wie tierische Nahrung zu verdauen, hat die Verbreitung der Menschen unabhängig von den verschiedenen Zonen und denjenigen Ländern gemacht, in denen Pflanzen- wachstum oder Tiererzeugnis spärlich ist. Der Mensch wufste sich immer den Verhältnissen anzupassen, doch mufsten seine natürlichen Nahrungs- bedürfnisse ihn oft zu unmenschlichen Dingen treiben, die uns in ihrer Natürlichkeit unnatürlich erscheinen. Wenn wir z. B. berücksichtigen, dals das Feuer von den Urvölkern zu Kochzwecken sehr spät benutzt wurde, so ist die Lüsternheit der Wilden gerade nach warmem Blut als ein natürliches Bedürfnis anzusehen. Und wenn ferner bei vielen wilden Völkern das Mark und Nierenfett sehr geschätzt ist, So entspricht das einer Notwendigkeit der menschlichen Natur, aufser der pflanzlichen Nahrung Fette 2u geniefsen.
Je gesitteter die Menschenrassen wurden, desto mehr suchten sie die Erhaltungsmittel ihres Körpers vorzubereiten, desto mehr beschäf- tigten sie sich damit, die Nahrung schneller aufnahmefähig zu machen. Der Lebensfürsorge hat der Mensch je nach seinem Kulturste die gröſste Aufmerksamkeit und Zeit gewidmet. ziehenden Wilden noch heute beobachten, daſs und kauen mögen, jedes Ding, was ihnen in die Hand kommt, auf seine Efsbarkeit prüfen. Der Wilde entfernt sich also in dieser Hinsicht nicht weit von den Tiergewohnheiten. Welche Entwicklung hat das Menschen-
ande immer Wir können bei herum- sie fortwährend essen
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