SGenk au zutrinden? Dies ſteht für die älteſte Zeit nicht feſt, es aber eine Zeit gegeben hat, wo das Zutrinken nötig war,
dae man einen Giſttrank befürchtete, lehrt uns das Wort kre⸗ das vom ital, credenza— Glaube abgeleitet, auf Unſchädlichkeit des Trankes
Unſer jetziges Wort Schen k⸗
Schenk zurück. Es be⸗
d zu trinken gibt:; da
kauft, ſo gewann das
leinen verkaufen.
kaufte, der Salzſchenk
ſchank hieß. Unſer Wort: gemand Geſchenk machen, iſt nichts anderes, als das alte Wort ſchenken, d. h. zu trinken geben. Das Schenken beſtand urſprünglich darin, daß man dem beſuchenden Freunde oder Fremdling zum Willkommen ein Glas vorſetzte. Es iſt ſehr bezeichnend für das Deutſche, daß ſich daraus die Bedeutung geben entwickeln konnte. Es iſt alſo ein Beleg für die Freude unſerer Vorfahren am Zechen, wie das Wort gefallen ihre Vorliebe für das Würfel⸗ ſpiel kennzeichnet, da es mit dem Fallen der Würfel zuſammen⸗ hängt. In dem Worte ſchenken ſieht man weiterhin eine Ableitung aus einem angelſächſiſchen Worte, das Beinröhre bedeutet und zu Schenkel und Schinken hinüberführt, wo⸗ bei vorausgeſetzt wird, daß Beinröhren in der älteſten Zeit als Hahn am Faß benutzt wurden, weshalb ſchenken alſo eigentlich ſo viel wäre wie„den Hahn ans Faß ſetzen“. Wir ſehen alſo, in welch' eigentümlicher Weiſe ſich die Bedeutung dieſes Wortes entwickelt hat. Uebrigens nennen wir noch heute ein kleines Geld geſchent an Bediente ein Trinkgeld, obwohl es von den Empfängern gar nicht immer vertrunken wird.
. ihm ein
— Schach-Zeitung.—
A. Flad. Weiß: 1) e2— e4⁴ 2) Sgl— 13 3) LII b5 Sg8— f6 4) da— d4 Sc6 ✕d4 Nicht die beſte Fortſetzung(am beſten iſt wohl 4.„ Sf6 ◻α ⁴), de aber von Schwarz abſichtlich ahit um der Neuerung im 6. Zuge willen. 5) Sf3 d4 e5 d⁴ 6) e4— e5 DdS— e7 Die übliche Fortſetzung 6). G07— c6, 7) 0—, c6 α. b5 8) Lcel— zum gö, LfS— e7 9) e5 α ſ6 ꝛc. gibt im dem Weißen das beſſere Spiel. opfer⸗ Mit dem Texlzug opſert Schwarz 20). weine Figur für drei Bauern und 21) Te4 α⁴⁴ zrhält infolgedeſſen eine ſo drohende 22) TfIαfI † Steilung, daß ſich Weiß ſehr bald] 23) Tf7X 7 † entſchließen muß, die Figur zurück⸗ 24) Te7? ⁴α † 5 zugeben. 25) b2— b4 De⸗— c7 7) 0—0 26) TGd4— d7 De7— f4 8) Tfl— el Weiß ſetzt nun in 2 Zügen matt. 9) Lb5— d3 27) Td7*α μ2 Ʒ Kb— c6 10) f2— f3 28) Dg7— d7 matt. 3 11) f3 e4 Eine hochintereſſante Partie. 12) Sbl1— d2 LfS— d6(Aumerk. nach dem„Deutſchen 13) Dd1— h5 † g7— g6 Wochenſchach“.) 3— 5 angeregt dur Sonnabend, gnügen mit Eisbeineſſen, To ebenfalls in ſchönſter Harmonie u Das Winterturnier, a wird in e
Les— eß f5 ✕ e4 Deb— do Kes— à⁴. Let— f1
.„ KHd7— c6 wäre
P. lohner. Schwarz: e7— e5 Sb8— c6
und entſcheidend dem
Ld6 e7 Le7— co Kd7— c6 Ke6— b6 Dd
De7 α Sf6— e4 d7— dõ fꝰ— fõ dö 4
iner Schachverein(gegründet 1876) veranſtaltete, Verlauf des erſten geſelligen Abends, am
in ſeinem Vereinslokale ein zweites Ver⸗
das natürlich ch und heiter Berliner
1818 85 Frece 6 dere auf Remis ſteht, ſo kann leichen Stand erreichen, womit ſich ei 1 drei erſten Preiſe ergeben dürfte. Als weitere Betracht unk, Brennert und Löwy. In der beiden erſten Preiſe von Jackier und Lange get Peints haben. Ihnen folgen Prof. Dr.
6* :9.
„Berlizer Schachs
tagt ieden ab, im„Hotel Kreb
Miederwallſtr. 11(Vereinszimte
monatlche Beitrag beträgt 50 Pfg. Gäſte ſind ſtets willkonz Unterriht im Schach wird unentgeltlich erteillt.— 2 „Berliter Schachverein“ beabſichtigt, in nächſter Zeit den Schachkub„Turm“ zu einem großen Maſſenwettkampf hezpus⸗ zufordem, dem ſich dann ein gleicher Revanchewettkampf anſchckeßen dürfte. Da beide Vereine über ſehr ſtarke Kräfte verfügen, ſo wäre ein Zuſtandekommen des mithin hochintereſſant zu werden verſprechenden Wetlkanpfes nur zu wünſchen.
In der Berliner Schachgeſellſchaft(gegründet 1827) fand am 31 Januar die ordentliche Mitgliederverſammlung ſtatt. Der Kaſſenbericht brachte die erfreuliche Mitteilung, daß die zwecks Ergän⸗ zung des Spielmaterials ſeinerzeit dem Fonds der Geſellſchaft ent⸗ liehenen 150 Mk. demſelben wieder zugeführt werden, ſo daß wieder ein eiſetner Beſtand von 900 Mk. vorhanden iſt. Der Bibliothek ſind verſchiedne Zuwendungen gemacht worden. Mitgliederzahl 131. Eins der langjährigſten Mitglieder, Herr Bankier J. Roſenheim, wurde in Anerkennung ſeiner Verdienſte um die Geſellſchaft zum Ehren⸗ mitgliede ernannt. In den Vorſtand wurden folgende Herren gewählt: Dr. M. Lwitt, 1. Vorſitzender; R. Steinweg, 2. Vorſitzender; F. W. Leonhardt 3. Vorſitzender; J. Alt, Schatzmeiſter; E. Nebermann, Schriftfüher; W. Kunze, Bibliothekar; Joh. Schmidt, Schachwart. Das im Gange befindliche Winterturnier(Ticketturnier) wurde am Dienstag, den 6. d. M., durch einen allgemeinen Vortrag unterbrochen. Herr Dr. Fewitt ſprach über„Gambitſpiele“ und führte einige inter⸗ eſſante Phlien, u. a. die„unſterbliche“ von Anderſſen, am großen Demonſtrafnsbrette vor. Reicher Beifall der zahlreich erſchienenen Mitglieder Rnd Gäſte lohnte den feſſelnden Ausführungen des Vor⸗ tragenden. Ein Vortrag über das„Problemweſen“ wird im März ſtattfinden. Die„Berliner Schachgeſellſchaft“ tagt jeden Dienstag und Freitag, ainds von 8 ⅜ Uhr ab, Wilhelmſtr. 118(Logenhaus). Gäſte ſind ſtets illkommen. Unterricht im Schach wird unentgeltlich erteilt.
Im Schachwettkampf Janowski⸗Marſhall wurden in⸗ zwiſchen dri weitere Partien(die ſechſte, ſiebente und achte) geſpielt. Die ſechſte artie brachte inſofern eine Abwechſlung, als die Eröffnung nicht ein„Abgelehntes Damengambit“ war, wie in den fünf vorange⸗ gangenen Szielen. Janowski, der die weißen Steine führte, eröffnete mit 1) e2— 4, was Marſhall mit e7— es, alſo mit der„Franzöſiſchen Partie“, erriderte. Marſhall ging mit großer Schneidigkeit ſehr bald zum Angriffüber und ſchien den Sieg bereits ſicher zu haben, da er im Verlaufe des Kampfes zwei Bauern gewonnen hatte; merkwürdiger⸗ weiſe jedoch konnte Janowski im Endſpiele, trotz ſeines materiellen Minus, nackh 52 Zügen ein Remis erzwingen. Die ſiebente Partie, wiſder ein„Abgelehntes Damengambit“, endete mit dem Siege Marſhall's als Anziehender. Janowsli mußte die Partie beräts nach 31 Zügen in hoffnungsloſer Stellung aufgeben. in der achten Partie gelang es Marſhall, ſeinen
Gegner wie Nam Fü ſchlagen. Er hatte als Schwarzer ſich„ſizilianiſch (1. e2- e4, GI.— c5) verteidigt und errang ſchon in 30 Zügen den Sieg. Dieſe Partie iſt die kürzeſte von allen bisher geſpielten. Marſhall hat jetzt vor Ja wski einen Vorſprung von zwei Gewinnpartien. Der augenblicklic Stand iſt demnach: Marſhall+ 4, Janowski+† 2, Remis 2.
Nachfolend bringen wir die erſte Partie des Weitkampfes, die wir dem„Deuthen Wochenſchach“ entnehmen.
Abgelhntes Damengambit, geſpielt zu Paris am 24. Ja⸗ 3
nuar 1905.
Marſha(Weiß)— Janowsli(Schwarz). 1) d2— d4, d?— d5 2) cεε, e7— e6 3) Sbl1— 3, 7— c5 4) c4%dö, e6l d5 5) e2-*4 LEs iſt ein Beweis für die ſtarke Initiative ſeines Spieles, da Marſhall ſich gleich in der erſten Partie dieſes Wett⸗ kampfes au ein ſolches Bauernopfer einläßt.]! 5)0. dö α ed 6) Lfl— bf, Les— d7 7) d4*κα, Ld7 5 8) Pdidͥ †σ, Kes& ds 9) Scεbd, LfS c5[Schwarz hat nun einen Bauern mehr bei anſcheinend erem Spiele. Seine Stellung hat jedoch einige Schwächen und iſt den pringerangriffen allenthalben zugänglich.] 10) Sgl—h, h7— h6 11encl— e3, SbS8— à7[Auf 11.. Lc5%α e 12. f2 es ge⸗ winnt Weiſauf alle Fälle das Feld d für ſeinen Springer, mit dreifachem ngriff auf b7, e4i, fl.] 12) Tal-— dâl, 13) Les-2, Lb4Xdt 14) TAd1Xd, Sg8— f6
Stellung nach dem 14. Zuge von Schwarz.
Weiß Kel; Td, hi; Sb5, h3; Ba2, b2, f2, 92, h2.
Schmrz: Kds; Tas, n8; Sd7, fé; Ba7, b7, e4, f7, g7, h6. 15) 0—[Weiß könnte durch 15. Sb5— dé ſchon jetzt ſeinen Bauern zurückgennnen, müßte dann aber auf 15.„ Kds— e7 16. Sd6 α b7. 867— e5mit 17. 0—0 fortfahren, da ſowohl 17. Sb7— c⸗(Ths8— d8) wie 17. h3— f4(ThS— bs) für den Weißen ein ſchwieriges Spiel ergeben. Nach 15. Sbö— d6, Kds— e7 16. Sd6 α7, Ths-— bs 17. Sb7 ⁴é, Sd?— c5 wür Text ge⸗ ſtalten, bet weſentlich günſti 16) 8B— d6, Ths— bS 17)
Sc5— el 19) 866 X e4,
21) 14— e?, Ta8— c8 2
Tdd 24) Te2Xd, Tcl— bl 25) a2— a
— a5, le7— dé[Man ſieht, Schwarz hat durch Bauern und den nachfolgenden Figurentauſch die en Stellun füt das Endſpiel erlangt.]
LcC5— b4 †


