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Vorwort zur erſten Auflage.
Ein neues Kochbuch! Es dürfte vermeſſen erſcheinen, die bereits große Anzahl exiſtierender Kochbücher noch um eins ver⸗ mehren zu wollen. Betrachtet man jedoch das vorliegende objektiv, ſo wird man die vorgefaßte Meinung ändern und die Vorzüge desſelben gern anerkennen.
Nord und Süd, eng verbunden durch treue Liebe zu ihrem Kaiſer und gemeinſamen großen Vaterlande, geben bereits faſt in allen Beziehungen dieſer Einigkeit Ausdruck, und ſollte da nicht auch ein gemeinſames, großes Kochbuch am Platze ſein? Ein ſolches iſt zweifellos ein Bedürfnis der Gegenwart, und habe ich dem vielfachen Verlangen nach einem Kochbuch, welches die nord⸗ und ſüddeutſche Küche vereinigt, mit dem vorliegenden entſprochen. Die Abweichungen der einen von der anderen Küche kommen in vereinzelten Fleiſchgerichten, in der Zubereitung der Gemüſe, Saucen, einiger Suppen, in der größeren Vorliebe für Salate, Mehlſpeiſen und Klöße, ſchließlich in den abweichenden Benennungen der einzelnen Gerichte zum Ausdruck. Der beſſeren Unterſcheidung wegen ſind die ſüddeutſchen Rezepte mit einem Stern(*) verſehen; kleinere Abweichungen der ſüddeutſchen Küche ſtehen unter dem betreffenden norddeutſchen Gericht mit demſelben Stern(*) bezeichnet, wie auch jeder ſüddeutſche Ausdruck mit Stern in Parentheſe — z. B. geriebene Semmel(»Bröſeln)— gekennzeichnet iſt. Dieſe Bezeichnung iſt auch in den Regiſtern beibehalten, und ein Blick in dieſelben wird die große Vollſtändigkeit der beiden ver⸗ ſchiedenen Küchen darthun.
Für einen Mangel habe ich es ſtets empfunden und auch vielfache Klagen darüber gehört, daß Kochbücher, die Anſpruch auf Vollſtändigkeit erheben, neben dem Tafeldecken jeder Anleitung über
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