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Die gute Küche : theoretisch-praktische Anweisung in der feinen und einfachen Kochkunst /Ottilie Ebmeyer, verw. Frau Regierungsrat
Entstehung
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ein Glas ehlen, die mere Mark nſchwimmt. lieber die ie nach ſei

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Warme Getränke. 613

aufbewahrt. Dieſer Punſch muß mindeſtens 48 Stunden vor dem Gebrauche gemacht werden, damit ſich der Zucker vollſtändig auflöſe und alle Ingredienzien ſich gut vereinigen können. Nach dieſer Zeit kann er warm oder kalt getrunken werden; ſowohl auf die eine wie die andere Weiſe iſt er ſehr zu empfehlen. Will man ihn kalt trinken, ſo füllt man ihn auf nachher gut verkorte Weinflaſchen; will man ihn dagegen warm trinken, ſo muß er in einer feſt zugedeckten Terrine über Spiritus heiß, aber ja nicht kochend gemacht werden.

13. Fürſtenpunſch. Die Schalen von einer Zitrone und einer Apfelſine werden an 1 ½ Kilo goldgelbem Zuckerkandis fein abgerieben; dieſer wird dann mit 1 Liter Waſſer begoſſen und ebenſo wie im vor⸗ hergehenden Rezepte ſirupähnlich eingekocht. Hiernach gibt man den klar ausgepreßten Saft von 3 großen Zitronen und 3 ebenſolchen Apfelſinen mit 3 Flaſchen gutem, weißen Wein, 1 Flaſche Arak und dem Zuckerſirup in eine Terrine und miſcht alles wohl durcheinander, erhitzt das Ganze hierauf über einer Spiritusflamme und gießt kurz vor dem Serviren ½ Flaſche Champagner und ½ Flaſche Selters⸗ waſſer dazu. Der Punſch muß während des Trinkens immer recht heiß erhalten werden, darf aber niemals kochen.

14. Eierpunſch. ¼ Kilo Zucker, die Schale einer Zitrone, den Saft von 4 Zitronen und ½ Liter beſten Rum vermiſcht man in einem Gefäße, gießt dann 2 Liter kochendes Waſſer(auch Theewaſſer) darüber und ſtellt dies, damit es heiß bleibt, über eine kleine Spiritus⸗ flamme. Sodann klopft man 68 Eidotter mit 45 Theelöffel feingeſiebtem Zucker ſchäumig und gießt hierzu ſehr langſam nach und nach den ſehr heißen Punſch; während des Zugießens müſſen die Eier unausgeſetzt geſchlagen werden, ſo daß das Ganze eine ſchäumige, ziemlich ſteife Maſſe bildet.

15. Eierpunſch feinerer Art. Eine Flaſche Rheinwein und ein Weinglas Sherry werden gekocht; dann wird ein halbes Weinglas Arak wie bei Rezept 9 darüber abgebrannt. Inzwiſchen hat man das Gelbe von 10 Eiern mit 350 Gr. geſiebtem Zucker ſchäumig geſchlagen; ſobald der Schaum ſteif ſteht, wird der Punſch kochend heiß unter fortgeſetztem Schlagen nach und nach vorſichtig zugeſetzt. Wenn dieſe Bowle gut bereitet worden, iſt ſie bis auf den Grund ein ſteifer Schaum und von ganz vorzüglichem Geſchmack.

16. Weißweinpunſch. Zwei Flaſchen leichter Weißwein werden mit 400 Gr. Zucker gekocht; dann wird ein Weinglas feinſter Arak über etwa 50 Gr. hartem Zucker abgebrannt, ſo daß der Zucker voll⸗