612 XXII. Von verſchiedenen warmen und kalten Getränken.
Gefäß gethan und mit 1 Liter kochendem Waſſer übergoſſen. Iſt der Zucker vollſtändig geſchmolzen, ſo gibt man 1 Flaſche Rheinwein und 1 Flaſche Rotwein hinzu. Auf der Spirituslampe läßt man dies, nach⸗ dem man es in ein Hitze vertragendes Gefäß gegoſſen, aufkochen, fügt von 3 Zitronen den Saft hinzu und brennt anf einem großen Stück harten Zucker ½ Flaſche vom beſten Rum darin ab, ſo daß der Zucker brennend in den Punſch tröpfelt. Wem das Abbrennen des Rums auf Zucker zu umſtändlich iſt, der kann den Rum gleich aus der Flaſche in die Bowle gießen; man muß dann aber den ganzen Punſch mit einem brennenden Fidibus anſtecken und ſo lange brennen laſſen, bis die Flamme von ſelbſt erliſcht. Die erſte Art des Abbrennens iſt aber bei weitem vorzuziehen, da auf dieſe Weiſe der Punſch erheblich ver⸗ feinert wird; durch Zuſatz von ½ Flaſche Champagner wird derſelbe noch vorzüglicher.
10. Marasquinopunſch. Eine Flaſche leichter Rotwein und eine Flaſche roter Burgunder werden mit 500 Gr. Zucker und einer Schote Vanille gekocht; dann wird wie bei vorhergehendem Rezept ein Wein⸗ glas feinſter Arak über Zucker abgebrannt und zuletzt ein Glas echter Marasquino hinzugefügt. Es iſt nicht zu empfehlen, die
Vanilleſchote zu zerſchneiden, weil dann beim Kochen das innere Mark
herauskocht und im Punſch in ſchwarzen Pünktchen herumſchwimmt. Wem der Vanillegeſchmack zu ſtark erſcheint, der nehme lieber die ganze, ungeteilte Schote aus dem Punſch heraus, ſobald ſie nach ſei⸗ nem Geſchmack hinreichend gewirkt hat.
11. Pfirſichpunſch. Eine Flaſche alter Rheinwein und ½ Flaſche Sherry werden mit 350 Gr. Zucker gekocht; dann wird darüber ein halbes Weinglas Arak wie bei Rezept 9 abgebrannt, und zuletzt werden einige eingemachte oder friſche Pfirſiche oder Reineclauden hinzugethan. Der zu verwendende Wein muß beſonders gut ſein.
12. Mandarinenpunſch. Man reibt an 1 ½ Kilo hartem, weißem Zucker die Schale von 6 ſehr guten Mandarinen ab, gießt 1 ½ Liter Waſſer darüber und kocht dies zuſammen zu einem dicken Sirup ein, wobei man nicht vergeſſen darf, während des Kochens recht fleißig zu rühren. Gleichzeitig wird mit ¾ Liter kochendem Waſſer 1 Eßlöffel voll ſchwarzer Thee übergoſſen und, feſt zugedeckt, ¼ Stunde lang hingeſtellt, worauf die Flüſſigkeit durch ein Theeſieb in eine Terrine gegoſſen wird. Hierzu wird dann der klare Saft von 12 aus⸗ gepreßten Mandarinen, 4 Flaſchen guter Rheinwein, 1 Flaſche Cognak de Champagne und der eingekochte Zuckerſirup gethan, und danach alles, wohl durcheinander gerührt, in einer feſt verſchloſſenen Terrine
aufbewe Gebrau und all kann er die and
Apfelſin dieſer n hergehe klar au Apfelſi dem 81 erhitzt vor de
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