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Warme Getränke, 611
7. Warmbier(Eierbier). 6 Eidotter werden mit ½ Pfd. ge⸗ ſtoßenem Zucker, etwas ganzem Zimmet, Zitronenſchale, 1 Theelöffel feinem Mehl und 1 Obertaſſe Bier in einer Kaſſerolle ſehr ſchäumig gequirlt; dann wird die Kaſſerolle auf ein ſchwaches Feuer geſtellt und unter ſtetigem Quirlen oder Schlagen mit der Schaumrute noch ein Liter Bier langſam hinzugegoſſen und nun ſo lange gequirlt, bis die Maſſe heiß und ſämig iſt. Kochen darf dieſelbe nicht, weil ſie ſonſt leicht gerinnt; auch muß das Eierbier, ſobald es heiß iſt, in Gläſer gefüllt und getrunken werden. Bitteres Bier kann man nicht dazu ver⸗ wenden. Wer es liebt, kann zuletzt, nachdem das Bier ſchon vom Feuer fortgezogen iſt, noch ½¼ Liter kochende ſüße Sahne darin ver⸗ quirlen, dieſe vermehrt den angenehmen Geſchmack ganz bedeutend. Wer mehr wie 6 Eidotter anwenden will, kann das Mehl fortlaſſen, wer aber weniger nehmen will, muß noch etwas mehr Mehl hinzu⸗ fügen.
8. Hoppelpoppel. 6 Eidotter werden mit etwas geſtoßener Vanille, ½ Pfd. feingeſiebtem Zucker, ganz dünn abgeſchälter Schale von einer halben Zitrone und 3 Löffel voll gekochter und wieder ab⸗ gekühlter ſüßer Sahne eine Zeit lang recht klar gerührt. Sodann wird die Zitronenſchale entfernt; unter fortwährendem, gleichmäßigem Rühren werden nun 1 ¼ Liter kochende ſüße Sahne langſam zu⸗ gegoſſen. 2—3 Minuten ſpäter, während welcher Zeit das Rühren nicht eingeſtellt wird, gibt man noch knapp ½ Liter beſten Cognak, Rum oder Arak hinzu; von letzterem kann man nach Geſchmack mehr, aber auch weniger dazu thun. Für Damen empfiehlt es ſich, vielleicht 1 Eßlöffel voll Cognac de Champagne und dann ½ Flaſche Rhein⸗ wein zu der oben angegebenen Maſſe zu verrühren. Das gleichmäßige, ziemlich raſche Rühren darf niemals verabſäumt werden, weil der Hoppelpoppel ſonſt leicht gerinnt und käſig wird.
9. Einfacher Punſch. Beim Bereiten des Punſches iſt ſtets nur das ſauberſte Geſchirr, in welchem niemals irgend eine Fettigkeit geweſen iſt, zu verwenden; keinenfalls alſo nehme man ſchon benutzte Suppenterrinen. Am beſten ſind die ſilbernen oder Alfenidebowlen, in welchen man auf einer Spiritusflamme den Punſch kochen und auch am längſten heiß erhalten kann.
Noch iſt zu beachten, daß man beim Punſchbereiten niemals den Zucker ſparen darf, und ſollte der Punſch noch nicht recht ſchmecken, ſo kann getroſt noch etwas Zucker zugeſetzt werden, ſelbſt wenn der Punſch anſcheinend ſchon ſüß genug wäre.
3¾½ Kilo Zucker werden zerſchlagen in das zur Bowle beſtimmte
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