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Die gute Küche : theoretisch-praktische Anweisung in der feinen und einfachen Kochkunst /Ottilie Ebmeyer, verw. Frau Regierungsrat
Entstehung
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610 XXII. Von verſchiedenen warmen und kalten Getränken.

8 Theelöffel voll Thee auf 10 Taſſen gerechnet, in die Theekanne ſchüttet, eine halbe Obertaſſe voll kaltes Waſſer darüber gießt, die Kanne dann zugedeckt auf den mit kochendem Waſſer gefüllten Keſſel ſtellt, und zwar ſo lange, bis die Theeblätter ſich öffnen, danach ſcharf kochen⸗ des, weiches Waſſer nach Bedürfnis dazu gießt, dann aber ſofort ſervirt, ſo wird man einen vorzüglich ſchmeckenden Thee haben.

Eine andere Art iſt die, und dafür eignet ſich die vorzügliche ruſſiſche Theemaſchine, der Samowar, in einer kleineren Kanne ein ſehr ſtarkes Extrakt aus den Theeblättern durch Aufguß von kochen⸗ dem Waſſer zu bereiten, dieſes auf Waſſerdämpfen kochend heiß zu erhalten, dann beim Trinken mehr oder weniger Extrakt in die Taſſe zu gießen und ſie darauf mit kochendem Waſſer zu füllen. Merkwürdig iſt es, daß der Thee bei weitem beſſer ſchmeckt, wenn man erſt den nötigen Zucker in die Taſſe oder in das Glas, woraus man ihn trinken will, legt und dann den Thee hineingießt, als wenn man umgekehrt erſt den Thee und dann den Zucker hineinthut. Auch habe ich ſtets ſehr gern den hellen, faſt weißen, ganz klaren Kandiszucker nach hollän⸗ diſcher Weiſe dazu herumgereicht und viele Liebhaber für den dadurch veränderten Theegeſchmack gefunden.

5. Milchſchokolade. Zu 1 Liter Milch nimmt man ¼ Kilo Schokolade, bricht dieſe in ganz kleine Stückchen, gießt etwas von der Milch darüber und ſtellt dies zum Erweichen der Schokolade an einen warmen Ort. Danach gießt man nach und nach die übrige Milch dazu und läßt das Ganze, während man es ſtetig rührt, über mäßigem Feuer aufkochen, um es dann noch einige Minuten zur Seite des Feuers langſam weiter kochen zu laſſen und hierauf mit 2 3 Eidottern abzuquirlen. Man ſervirt die Schokalade meiſtens mit ſteifer Schlag⸗ ſahne, die man kurz vor dem Einſchenken mit derſelben durchquirlt, oder aber extra dazu herumreicht, damit ſich jeder ſelbſt nach Geſchmack davon nehmen kann. Auch kann man die Schokolade in Taſſen gleich eingießen, einen Löffel voll Schlagſahne auf jede Taſſe füllen und nun dieſelben ſerviren.

Beim Kochen der Schokolade kann man dieſe auch, ſtatt in Stücke zu brechen, auf dem Reibeiſen reiben und ſie dann in die bereits kochende Milch, während man darin rührt, hineinſtreuen, doch iſt die erſtere Methode mehr zu empfehlen, weil ſich die Schokolade glatter kocht.

6. Waſſerſchokolade. Wenn man die Milch mit friſchem Waſſer vertauſcht und die Schokolade etwas reichlicher genommen hat, wird ſie ebenſo wie die vorhergehende Schokolade gekocht und ſervirt.

7. 2 ſtoßenem feinem M gequirlt, und unte ein Liter die Maſſe leicht ger gefüllt un wenden. Feuer for quirlen, Wer meh wer aber fügen.

8. Vanille,¹ von einer gekühlter die Zitro Rühren gegoſſen. nicht eing Num ode aber auch 1 Eßläffe wein zu! ziemlich Hoppelpe