60 XXII. Von verſchiedenen warmen und kalten Getränken. ſch
wird, aufmerkſam zu machen. Derſelbe iſt gleich mit Milch und Zucker verſehen und wird beim ſpäteren Gebrauch aufgelöſt, wie kondenſirte Milch. Eine Büchſe ſolchen Extraktes, der wohl zu empfehlen iſt, koſtet M. 1,80 und reicht zu ungefähr 20 Taſſen Kaffee aus.
2. Kaffee. Die erſte Grundlage eines wohlſchmeckenden Getränkes ſind gute Kaffeebohnen, und da habe ich die Miſchung von Java und Mokka zu gleichen Teilen immer als ganz vorzüglich befunden. Der Java hat eine länglich große Bohne mit bronzefarbenen Schilferhäut⸗ chen; ſein Wohlgeſchmack vermehrt ſich, je älter er wird, und da durch längeres Lagern die Bohnen ſich bräunen, ſo ſind die von bräunlicher Farbe am meiſten zu empfehlen. Der echte Mokka aus Arabien kommt wohl nicht bis zu uns, und wir begnügen uns ſchon gerne mit der geringeren indiſchen Sorte, von welcher die Bohnen ſehr klein, faſt rund, hart und graugrünlich ausſehen. Da der Kaffee, um ihm ein ſchöneres Anſehen zu geben, oft gefärbt iſt, ſo thut man gut, eine Probe erſt in kaltem Waſſer abzuwaſchen, welches die künſtliche Farbe ſofort annimmt und ſie dadurch verrät. In noch größerem Maße geſchieht die Verfälſchung bei gebranntem und geſtampftem Kaffee; deshalb kaufe man die Bohnen roh, verleſe ſie ſorgfältig und brenne ſie dann, jede Sorte allein, in einer Kaffeetrommel am beſten über einer Spirituslampe, zu ſchöner, kaſtanienbrauner Farbe, worauf man ſie untereinander vermiſcht. Auf 1 Pfd. Kaffee einen Theelöffel voll geſiebten Zucker mit zu brennen, iſt ſehr zu empfehlen, und für den, der es liebt, auch eine Linſe groß mit dem Zucker geſtoßene Vanille. Dann nehme man auf 2 Taſſen gewöhnlicher Größe reichlich 18 Gr., ſchütte dieſe, fein gemahlen, in eine Bunzlauer oder Fayencekanne, die nicht mehr faßt, als man bereiten will, und gieße dann, indem man die Kanne ab und zu dreht, ſcharf kochendes Waſſer langſam darüber, und zwar eine Kleinigkeit weniger, als man Kaffee gebraucht. Hierauf deckt man die Kanne feſt zu und ſtellt ſie 2— 3 Minuten auf eine heiße Stelle; dann rührt man den Kaffee mit einem Theelöffel um, und gießt nun, damit er ſich klärt, das noch fehlende, aber immer ſcharf kochende Waſſer langſam dazu. Die Kanne wird wieder zugedeckt und bleibt ungerührt 2—3 Minuten ſtehen, dann wird der Kaffe in die dazu beſtimmte Kaffeekanne filtrirt, indem man ihn vorſichtig, ohne zu ſchütteln, durchgießt. Auf dieſe einfache Weiſe habe ich ſtets den Kaffee bereitet und oft großes Lob geerntet. Liebt man den Kaffee ſtärker zu trinken, ſo muß man natürlich im Verhältnis mehr Bohnen verwenden. Vor allen Dingen hat man die größte Sauberkeit bei allen Geſchirren zu beobachten, und darf man dieſelben nie zu anderen
Zwecken gel Paſſer imr dem Waſſer zuzuſetzen. Eine a ſehr ſorgfäl⸗ Man nimm nochmals m eine halbe; mit Hinzufü nimmt es de Waſſer dazu es kalt und kochend mach Nun mahlt wenig Hauſe Ausſehen g. oben angege Wer de ſets gute, da von dieſ Kaffees weſ 3. Ka zuerſt angeg heiß iſt m geſchlageni erſcheinen! ſervirt, un voll mit ei
aus und ſ weidelſt fieht und ſe ſchmeckende Kugelthee gerollt ſei anderen Th


