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Warme Getränke. 607
pulver, dasſelbe gleichmäßig und ziemlich feſt eindrückend, und hängt dann das dazu gehörende, ungefähr 1 Centimeter tiefe, genau in den Cylinder paſſende Sieb in den Cylinder hinein. Der nach oben ſich erweiternde Rand des Siebes bleibt auf dem oberen Cylinderrande hängen, ſo daß das Sieb nicht tiefer, als es ſelbſt iſt, in den Cylinder hineinfallen kann. Sodann gießt man 2 Taſſen lebhaft kochendes Waſſer in den Cylinder, welches ſich durch das obere Sieb wie ein Regen über den, in letzterem befindlichen Kaffee verbreitet und, von demſelben reich geſättigt, durch das untere Sieb langſam in die Kaffee⸗ kanne durchläuft. Nach ungefähr 10 Minuten hebt man das obere Sieb ab, ſchüttet nochmals 150 Gr. Kaffeepulver in den Cylinder und drückt dasſelbe recht gleichmäßig über den andern Kaffee ein, bringt dann das Sieb wieder an ſeinen Platz und gießt abermals 2 Taſſen kochendes Waſſer in den Cylinder. Nach ferneren 10 Minu⸗ ten wiederholt man das Aufgießen mit zwei Taſſen kochenden Waſſers, ohne jedoch friſches Kaffeepulver hinzugefügt zu haben. Wenn man in dieſer Art im ganzen 7 bis 7 ½ Taſſen kochendes Waſſer auf den Kaffee gegoſſen hat, ſo reicht es meiſtens für 6 Taſſen Extrakt; wo nicht, muß man von da ab noch ein wenig kochendes Waſſer nach⸗ gießen, bis das vorgeſchriebene Quantum Extrakt durchgelaufen iſt. In keinem Falle darf man, um das Durchgießen zu befördern, in dem Kaffee rühren oder den Cylinder ſchütteln; die ganze Prozedur muß vielmehr langſam vor ſich gehen, damit das Waſſer möglichſt viel von
dem Kaffee in ſich aufnehmen kann und recht klar abläuft. Der Cylin⸗
der muß die Kaffeekanne feſt ſchließen, alſo genau darauf paſſen, und man thut gut, auch einen Deckel auf den Cylinder zu legen, damit ſich das Aroma des Kaffees nicht verflüchtigt. Der Extrakt wird, wenn er
vollſtändig erkaltet iſt, in kleine, ſehr ſaubere Flaſchen gefüllt, wie
denn überhaupt die größte Sauberkeit bei der ganzen Bereitung zu beobachten iſt; die Flaſchen werden dann gut verkorkt und verpicht. Ein Zuſatz von Zucker, welchen man gleich anfangs in Stücken in die Kaffeekanne thun kann, damit er durch den einlaufenden Extrakt ſchmilzt, trägt zur längeren Konſervirung des letzteren weſentlich bei. Beim Gebrauch erhält man aus 6 Taſſen Extrakt 24 Taſſen ſehr kräftigen Kaffee; man ſtellt hierzu die Taſſen in ein heißes Waſſerbad, füllt ſie ½4 voll und gießt die übrigen 9¼ kochendes Waſſer dazu. Wer den Kaffee nicht ſo kräftig liebt, kann ſelbſtverſtändlich weniger Extrakt und mehr Waſſer in die Taſſe nehmen; der Extrakt ſelbſt darf aber nicht dünner bereitet werden.
Es iſt an dieſer Stelle wohl angebracht, auf den im Handel er⸗ ſchienenen Kaffeeextrakt in Blechbüchſen, welcher in Cham zubereitet


