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Kleines Kochbuch für die einfache bürgerliche Küche / Löffler, Bechtel ; herausgegeben von Eugen Bechtel
Entstehung
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Einleitung.

zwar nicht nur an ſich ſelbſt, ſondern in allen Arbeiten, ſelbſt in den anſcheinend unweſentlichſten, die das Kochen mit ſich bringen.

So Manches denkt es ſich ſo einfach das Kochen,das Kochbuch iſt ja zur Hand, das muß helfen und ſo kann auch der Erfolg nicht fehlen und doch, wie ganz anders und meiſt nur zu größtem Schaden, fällt dann eine ſolche Probe aus.

Luſt und Liebe, gepaart mit verſtändigem, offenem Sinn, was einem die Natur bietet, in ſchmackhafter, ſparſamer, einfacher Art und Weiſe zu verwerten und den Seinen vorzuſetzen, iſt es, was im Geiſt der Kochkunſt wohnt und dieſer iſt ſowohl in der Haus⸗ mannskoſt, wie auch in der feinſten Speiſe zu ſuchen und zu finden. Und dieſer Geiſt der Kochkunſt möchte Sie, liebe Leſerin, durch das Buch begleiten und Ihnen erleichtern, ſtets das Richtige auszu wählen und zum Wohl der Ihren das Beſte zu finden und zu ver arbeiten.

Die Küche, die Küchengeſchirre und der Kochherd.

Eine zweckmäßig eingerichtete Küche ſoll gegen Oſten oder Norden liegen; iſt dies nicht der Fall, ſo muß ſie gegen die Ein wirkung zu ſtarker Sonnenhitze geſchützt werden; ſie ſoll hell, geräumig und mit einem guten Rauchabzug verſehen ſein, einem gut eingerichteten Herd mit Brat⸗ und Backeinrichtung haben. Auch darf es an zweckmäßigen Einrichtungen zum Aufſtellen und Aufhängen der verſchiedenen Koch⸗ und Waſſergeſchirre nicht fehlen.

Die Speiſekammer ſoll die gleiche Lage haben und möglichſt kühl ſein, damit man in ihr nicht allein Fleiſch und andere Küchen bedürfniſſe, ſondern auch gekochte Speiſen, Eingemachtes und der gleichen aufbewahren kann. Für eine Speiſekammer iſt es nament lich nachteilig, wenn Dämpfe, Wärme oder Rauch von der Küche in ſie dringen können, da dadurch die Speiſen leicht verderben oder wenigſtens einen unangenehmen Geruch und Geſchmack annehmen.

Um zubereitete Speiſe aufzubewahren und dieſe vor Inſekten zu ſchützen, bedient man ſich des Fliegenſchranks.

Als Erſatz für die Speiſekammer kann auch ein guter, luftiger Keller dienen, hauptſächlich wo kein Eiskaſten zur Verfügung ſteht. zum friſch Erhalten und Aufhängen von Fleiſch, Wild, Wurſt uſw. Siehe auch MoellerDie Hausfrau in ihrem Hausweſen. Verlag J. Ebner, Ulm.

In keiner Haushaltung ſollte ein Eiskaſten oder ⸗Schrank fehlen. Meiſt gibt man dem Eiskaſten ſeinen Platz an einem Ort, an welchem ihn friſche Zugluft erreichen kann. Denn gerade friſche Luft iſt es, welche die in einem Kaſten befindlichen Speiſen, Saucen uſw.