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6⁵⁷ Einige Anweiſungen
zu verſchiedener Beſetzung einer Tafel, ſowohl zu Mittags⸗ als warmen oder kalten Abendeſſen und Frühſtücken.
Ba Anordnung eines Mittags⸗ oder Abendeſſens muß man ſich nach der Jahreszeit richten. Was dieſe dar⸗ bietet und gut von Geſchmack iſt, das hat man dann zu wählen.
Bei großen Gaſtmahlen ſteht in der Mitte der Tafel ein eigener Aufſatz vom Conditor, bei kleineren freundſchaftlichen Zirkeln iſt es eine Torte oder
eine Vaſe mit friſchen oder gemachten Blumen. Nächſt dieſen ſtehen die größeren Schüſſeln mit kalten Paſteten oder größeren Fiſchen in Gallerte, dann kommen zu bei⸗ den Seiten die Terrinen mit den Suppen, umher ſtehen die Schüſſeln mit den kalten Beilagen zu den Gemüſen, oder die Compote und Salate zu den Braten. Wenn die Suppenſchalen vom Tiſch genommen ſind, ſo kommen dafür die großen Stücke Rindfleiſch mit den gehörigen Saucen, ſpäter nehmen dieſen Platz ein die Gemüſe und dann die Fiſche oder Puddinge oder Fricaſſee's und feinen Ragouts, ganz zuletzt die Braten. Auch der Nachtiſch muß ſymmetriſch geordnet ſein, Butter und Käſe wird verſchieden vertheilt, an die Stelle der Terrinen kommen die großen Kuchen. Wo früher die großen Schüſſeln mit den kalten Fleiſchſpeiſen ſtanden, kommen Blättertorten mit Obſt gefüllt oder Schmalzgebackenes. Das Obſt, kleineres Backwerk, Krackmandeln und Ro⸗ ſinen werden der Länge nach auf der Tafel vertheilt.
Ein kleineres Gaſtmahl Bei einem kleinen Mittags⸗ oder Abendeſſen werden die Speiſen, welche zuſammen gehören, zugleich warm auf die Tafel geſetzt und der Tiſch vorher nur mit den Torten, eingemachten Früchten, kleinerm Naſchwerk und Blumen verziert. Die Gerichte folgen in nachbemerkter Weiſe. Am Mittag: Suppe à la Reine, mit kleinen Armſter's Kochbuch. 7. Aufl. 42


