Das Gerinnen der Milch zu verhindern.
Ein Stückchen Zucker in die Milch gethan, macht
das Gerinnen derſelben unmöglich; natürlich kann dann 2
auch keine Butter aus ihr bereitet werden.
Weintrauben⸗Pomade. 1 friſche ungeſalzene Butter und 12 Loth gelbes
Wachs wird mit einer Bouteille Roſenwaſſer 4 Stunde
gekocht, dann giebt man eine Bouteille Weintrauben⸗Saft oder Weißwein hinzu, läßt Alles noch ½ Stunde zuſam⸗ men kochen und dann die ganze Maſſe erkalten. Nach dem Erkalten wird die Fettmaſſe abgenommen, von allen Unreinigkeiten befreit, nochmals geſchmolzen durch loſes Zeug gegeben und in die Form gegoſſen. Dieſe Pomade iſt ſehr gut bei Froſt in den Händen, wunden Stellen der Haut, ſpröden Lippen, Brand u. ſ. w.
Mittel gegen Brandſchäden. Ein leichtes Mittel, welches jede Köchin ſtets zur
Hand hat, iſt Oel und Salz. Man beſtreiche gleich die verbrannte Stelle mit Oel und ſtreue Salz darauf, wel⸗
ches einige Male wiederholt werden muß. Will man ſchnellere Beſſerung, ſo halte man damit das Verbrannte an das Feuer, weiches freilich mehr Schmerzen verurſacht, aber den Brand auch eher auszieht.
Bluten einer Schnittwunde zu ſtillen.
Wenn das Bluten der Wunde nicht nachlaſſen will,
ſtoße man gewöhnliche Holzkohle zu Pulver und ſtreue es auf dieſelbe, jedoch nicht zwiſchen den Schnitt.
Dintenflecke aus Wäſche zu entfernen.
Ein bis zwei Tropfen Scheidewaſſer auf den ſtark mit Waſſer getränkten Fleck getröpfelt, entfernen ſolche gänzlich. Man ſpült die Wäſche aber gleich in Waſſer aus. Auch Kleeſalz thut dieſelben Dienſte.


