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Neues, auf vieljährige Erfahrung gegründetes Kochbuch für die bürgerliche, wie für die feinere Küche : oder: Gründliche Anweisung zum Kochen und Braten, zur Bereitung der Backwerke, Cremes, Gelées, Getränke u.s.w. zum Einmachen aller Früchte : ein Handbuch für Hausfrauen, Haushälterinnen und angehende Köchinnen / von Sophie Armster, weiland Gastwirthin zur London-Schenke in Stade
Entstehung
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daß es gerade darüber geht und läßt es eine Nacht ſtehen. Darauf kocht man 18 Maaß reines Waſſer ab und läßt es wieder kalt werden, giebt dann Maaß guten Korn⸗ branntwein in ein reines Wein⸗ oder Eſſigfaß und ſchüttet die Roſinen mit der Brühe ebenfalls hinein. Das Faß muß an einem recht warmen Orte liegen, hinter dem Ofen iſt es am Beſten. Das Spundloch muß nur mit einem leinenen Tuche zugedeckt und der Eſſig ſehr oft umgerührt werden. Drei Monate muß das Faß wenig⸗ ſtens an einem gleich warmen Orte liegen; je länger man es liegen läßt, deſto ſchärfer wird der Eſſig.

No. 7. Aepfel⸗Eſſig.

Hiezu kann man eine ſchlechte Sorte Aepfel, auch Fall⸗Aepfel nehmen. Man ſchneidet ſolche in Scheiben, giebt ſie dann in ein Faß, in welchem vorher Eſſig ge⸗ weſen iſt, welches aufrecht geſtellt und aus dem der eine Boden genommen wird. Man gießt alsdann ſo viel hei⸗ ßes Waſſer darauf, daß die Aepfel ganz damit bedeckt ſind. Nun belegt man das Faß mit einem Tuche und läßt es an einem ziemlich warmen Orte(in der Sonnen⸗ hitze oder in einer geheitzten Stube) ruhig ſtehen. Dieſer Aufguß wird nach Verlauf von 12 bis 14 Tagen in Eſſig verwandelt, welches man daran erkennen kann, wenn aller Schaum und alle Blaſen von der Flüſſigkeit verſchwun⸗ den ſind. Alsdann giebt man die ganze Maſſe in einen Beutel und preßt dieſelbe aus. Den ausgepreßten Saft füllt man auf ein Faß, verſtopft ſolches gut und ſobald der Eſſig ſich völlig geklärt hat, zieht man ihn mit einem Heber auf Bouteillen.

No. S. Birnen⸗Eſſig. Von Birnen bereitet man den Eſſig auf dieſelbe Art wie eben erwähnt iſt.