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Die Textil-Industrie des Kreises Grafschaft Hohenstein / vorgelegt von Hans Frühberg aus Bleicherode a/Harz
Entstehung
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14.

Kaufleute das Recht haben, Leinsamen en gros, d.h. in ganzen Tonnen, zu beziehen, und nur zum eigenen Gebrauch sollte es gestattet sein, solchen Samen unmittelbar von Frankfurt, dem Stapelplatz des Ostseeleins, kommen zu lassen. Un Verfälschungen des Rigaer und Memeler Leinsamens zu verhindern, wurde durch Zirku­lar vom 15. Mai 1776 jeder Böttcher, der Gefäs se anfertigte, die den Rigaer oder Memeler Leinsamentonnen ähnlich waren, mit 50 Tlr., und jeder Kaufmann, der mit ausländischem Lein handelte und inländischen ankaufte, mit 100 Talern Strafe bedroht, ebenso wenn er aus­ländischen verfälschte, was ausserdem noch

1) den Verlust der Konzession nach sich zog.

Die bekanntesten Fabrikanten waren zu jener Zeit in Bleicherode Trautvetter und Müller, die alljährlich für 23 ooo Taler Leinewand und für 50- 60 ooo Taler Wollwaren exportierten. Wie die Zahlen ersehen lassen, war die Wollweberei damals bedeutender als die Leinweberei. Ausserden genannten Fabri­kanten stellten in Bleicherode noch andere Wollstoffe her. Alle Zeugmacher liessen ihre Wolle auf dem nahen Eichsfelde spinnen. So gab es, wenn man das Dorf Rehungen mit da­mals 50 Spinnern ausnimmt, in Obergebra nur 1) Jahrbücher für Nationalökonomie und

Statistik 1869. Bd. XIII.