15.
3, in Friedrichsrode 7 und zu Kleinberndten 4. Alle Versuche, die Wollspinnerei zu heben,
schlugen fehl, da die Bewohner bei dem Flachsspinnen und bei der Feldarbeit mehr verdien1)
ten.
Auf Beschwerden der Wollspinner zu Obergebra, Friedrichsrode und Rehungen, dass die Bleicheröder Zeugmacher ihre Wolle nur auf dem Eichsfelde spinnen liessen und ihnen so der Verdienst entginge, mussten die Bleicheröder auf Geheiss des Königs hin( im Jahre 1757) von nun an ihre Wolle in oben genannten Orten spinnen lassen. Alle ihre Einwände, dass die Weber der Grafschaft ihrem Beruf nur in Zeiten der Not, resp. im Winter nachgingen, und so gegenüber den eichsfeldischen Spinnern, die das ganze Jahr hindurch sponnen, ein minder gutes Erzeugnis herstellten, blieben erfolglos. Des weiteren wandten sie gegen die königliche Verordnung ein, dass sie auf den Eichsfelde mit dem Albusgelde( eine alte Silbermünze, die zum ersten Male unter Kaiser Karl IV. 1360 geprägt und seither
in westlichen Deutschland üblich war) zahlten, das ihnen vom Ratmann Trautvetter als Vorschuss gegeben wurde. Dies Geld werde ihnen auf dem Eichsfelde zu einem höheren Werte wie im Inlande angerechnet. Anderseits aber zahlten auch die ausländischen Kunden mit Albusgeld
1)_ Staatsarchiv Magdeburg Rep.A.19 e VII.


