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Die Textil-Industrie des Kreises Grafschaft Hohenstein / vorgelegt von Hans Frühberg aus Bleicherode a/Harz
Entstehung
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Gropbartloff

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kriegszeit also für 120- 150 000 Mark.

1)

Ende des 17. Jahrhunderts scheint auch

die Wollfabrikation im Kreise aufgenommen wor­

den zu sein. Die ersten bestimmten Nachrich­ten darüber sind vom Jahre 1685. In diesem Jahre wurde die erste Wollmanufaktur von dem Schultheiss Johann Andreas Becker in Bleichero­de errichtet. Es wurde Chalons und Rasche ( Rasche nach der Stadt Arras benannt), wo es zu­erst gefertigt wurde) angefertigt. Die Herstellung art dieses letzteren Stoffes wurde durch einen Bichsfelder Dragoner namens Degenhardt während zweier Winterquartiere in Flandern erlernt, der im Jahre 1692 in Klein- Bartloff auf dem Eichsfelde eigene Radchstühle aufstellte. Von hier fand die Raschweberei ihren Eingang in der a) Grafschaft Hohenstein.

In den 20er Jahren des 18. Jahrhunderts trat plötzlich ein solcher Wollmangel ein, dass die Fabrikanten einen grossen Teil der Weber entlassen mussten. Sie trugen sich so­gar mit der Absicht, die Betriebe völlig ein­gehen zu lassen. Da griff der König Friedrich Wilhelm I.en und erliess ein strenges Wollaus­fuhrverbot, wodurch allmählich der Mangel beho­3) ben wurde.

1)

2

3).

Siehe Anhang.

Engelmann: Die wirtschaftliche Ent­

wicklung des Kreises Worbis. S.106.

Staatsarchiv Magdeburg. Resp.A 19 e.

VII. 211.