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Die Textil-Industrie des Kreises Grafschaft Hohenstein / vorgelegt von Hans Frühberg aus Bleicherode a/Harz
Entstehung
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17. Jahrhundert übte der 30 jährige Krieg seine vernichtende Wirkung auch auf dieses Ge­werbe aus, sodass nach Schluss desselben in Ellrich nur noch 6 Weber waren. Aehnlich wer­den die Verhältnisse in Bleicherode und Um­gegend gelegen haben. Erst in den letzten Jahrzehnten des erwähnten Jahrhunderts leb­ten Handel und Wandel wieder auf. Zu dieser Zeit muss ein nicht unbeträchtlicher Handel in Linnengarmen und Wolle getrieben worden sein, der aber von geriebenen Kaufleuten des Untereichsfeldes nach Bernterode und Neustadt gezogen wurde, wobei ihnen die Mainzer Regierung Vorschub leistete. Diese Männer sorgten da­für, dass die Konkurrenz Bleicherodes gründ­lich beseitigt wurde. Konnte der Schultheiss Wernicke ums Jahr 1690 noch für 2000 Taler Wolle verkaufen, so gelang es seinem Nachfol­ger 20 Jahre später kaum noch für 100 Gulden abzusetzen. Wie mit der Wolle, so erging es auch mit dem Linnengarn, sodass die Bleicherö­der jetzt Wolle auf dem Eichsfelde und Linnen­garn auf 4 Meilen Weges in der Umgegend auf­kaufen mussten. Das ganze Ilandel hatte sich in den beiden erwähnten Dörfern Honzentriert. Daselbst wurden nach dem Jahre 1700 alljähr­lich für 10- 12 000 Tlr. Flachs- und Hede­léinnen umgesetzt, nach dem Geldwerte der Vor­