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17. Jahrhundert übte der 30 jährige Krieg seine vernichtende Wirkung auch auf dieses Gewerbe aus, sodass nach Schluss desselben in Ellrich nur noch 6 Weber waren. Aehnlich werden die Verhältnisse in Bleicherode und Umgegend gelegen haben. Erst in den letzten Jahrzehnten des erwähnten Jahrhunderts lebten Handel und Wandel wieder auf. Zu dieser Zeit muss ein nicht unbeträchtlicher Handel in Linnengarmen und Wolle getrieben worden sein, der aber von geriebenen Kaufleuten des Untereichsfeldes nach Bernterode und Neustadt gezogen wurde, wobei ihnen die Mainzer Regierung Vorschub leistete. Diese Männer sorgten dafür, dass die Konkurrenz Bleicherodes gründlich beseitigt wurde. Konnte der Schultheiss Wernicke ums Jahr 1690 noch für 2000 Taler Wolle verkaufen, so gelang es seinem Nachfolger 20 Jahre später kaum noch für 100 Gulden abzusetzen. Wie mit der Wolle, so erging es auch mit dem Linnengarn, sodass die Bleicheröder jetzt Wolle auf dem Eichsfelde und Linnengarn auf 4 Meilen Weges in der Umgegend aufkaufen mussten. Das ganze Ilandel hatte sich in den beiden erwähnten Dörfern Honzentriert. Daselbst wurden nach dem Jahre 1700 alljährlich für 10- 12 000 Tlr. Flachs- und Hedeléinnen umgesetzt, nach dem Geldwerte der Vor


