Organisation u. systematische Stellung des Acochlidium paradoxum StrugerLL. 539
Da jedoch die Hedyliden typische Hermaphroditen sind und im Gegensatz zu den Mikrohedyliden und Acochlidium paradowum eine verzweiete„Leber“ haben, halte ich es für richtiger, die beiden letztgenannten Gruppen zu den holohepatischen Nudibranchiern zu stellen und zwar als Familie der Acochlididae mit den beiden Gat- tungen Acochlidium und Mikrohedyle, Damit kommt der Erstlings- name wieder zur Geltung, Prof. STRUBELL hat nämlich schon 1892, also 3 Jahre früher als von Ber6cH die Bezeichnung„Hedyliden“ geprägt wurde, seine beiden Schnecken„Acochliden“ benannt— und dann deutet der Name Mikrohedyliden auf Verwandtschaft mit den Hedyliden hin. Das System erhält mithin folgendes Aussehen:
Holohepatische Nudibranchier. Familie: Acochlididae.
Kennzeichen: Körperform langgestreckt, dorsaler Eingeweide- sack langgestreckt, nur im vorderen Teil mit dem Fuß verwachsen. Am Kopfe 2 Paar Tentakel. After und Geschlechtsöffnung rechts. Getrennteeschlechtlich oder protandrische Hermaphroditen. Radula mit 5 Längsreihen, Seitenplatten ohne Fortsätze.
1. Gattung: Acochlidium.
Kennzeichen: Größe etwa 20 mm. Magen nicht vorhanden. 3 Geschlechtsöffnungen(für Penis, Samenblase und Samenleiter). Herz(Vor-, Hauptkammer, Perikard). Niere hat Verbindung zum Perikard und Enddarm. Eingeschlechtlich. Radulaquerreihen 48—56.
Art: Acochlidium paradoxum STRUBELL.
2. Gattung: Mikrohedjjle.
Kennzeichen: Größe 1-4 mm. Magen vorhanden. Eine Ge- schlechtsöffnune. Herz nur bei M. spiculifera festgestellt. Niere vorhanden. Eingeschlechtlich oder protandrische Hermaphroditen. Radulaquerreihen 34—44.
Art: Mikrodehyle spieulifera(KOWALEVSKY).
- tyrtowiü(KOWALEVSKY). — milaschewitschiü(KOWALEVSKY). — glandulifera(KOWALEVSKY). nr 7 Tacieo HIHRNENNG:
An den Beeinn der kladohepatischen Nudibranchier würden dann zweckmäßig die Hedyliden gestellt, so daß die nahen Be- ziehuneen zwischen den beiden Familien der Acochlididen und Hedyliden zum Ausdruck kämen.
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