536 Pau Kürnk,
Die Retina besteht aus Seh-(sz2) und Pigmentzellen(ps). Zu dem Cerebralganglion ziehen die von den Sehzellen(sz) ausgehenden Nervenfasern(nf). Weiter im Innern des Auges kann man eine Schicht mit faseriger Struktur erkennen, die einen etwas verquollenen Eindruck erweckt. Da die einzelnen Fasermassen zwischen den Pigmentzellen hervorkommen und sich dann ausbreiten, darf man wohl annehmen, daß es sich hier um die Stäbchenschicht(st) der Retina handelt. Ganz im Innern des Auges, wie auch unter dem einschichtigen Epithel an der Lichtseite, ist ein freier Spalt zu er- kennen, der wohl mit Flüssigkeit erfüllt war. Die Kerne(k) der Sehzellen liegen meist der Basis zu. Auch sieht man ganz ver- einzelt mitten in der Stäbchenschicht kernhaltige Gebilde.
V. Systematische Betrachtungen.
Bei der Untersuchung von Acochlidium paradoxzum stellte sich heraus, daß man es wohl mit einem Nudibranchier zu tun hat. Volle Klärung könnte erst die Kenntnis der Entwicklungsgeschichte bringen.
Dem ganzen inneren Bau nach steht die hier behandelte Schnecke der Familie der Mikrohedyliden sehr nahe. G. Bückıng(1933) stellte diese Familie auf und ordnete unter die Gattung Mikrohedyle fol- gende Arten:
Mikrohedyle spiculifera
— tyrtowi| 2
— milaschewitchü|(Ko ruu zn)
- glandulifera — lactea HERTLING
Als Merkmal der ganzen Familie legte er folgendes fest:„Länge nur 1-4 mm, Körperform langgestreckt, sehr veränderlich. Dorsaler Eingeweidesack, wurmförmig. Verdauungsdrüse einfach, aus nur einem Gang bestehend. Tiere eingeschlechtlich oder protandrische Hermaphroditen. Penis fehlt. Darm und Geschlechtsmündung rechts Radula reihenmäßig(34-44), Seitenplatten ohne Fortsatz.“
Im folgenden möchte ich besonders auf die Unterschiede zwischen der Organisation der Mikrohedyliden und der von Acochlidium para- dozum eingehen. Zunächst fällt die verschiedene Körpergröße auf. Die Mikrohedyliden messen 1—-4 mm, Acochlidium paradoxum etwa 20 mm. Lippentaster und Rhinophoren besitzen sämtliche Formen mit Ausnahme von Mikrohedyle milaschewitchiü, bei welcher die Rhino- phoren fehlen. Bei dieser Schnecke ist auch der Fuß an seinem Ende abgerundet, während er bei allen anderen Arten spitz aus-


