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Organisation und systematische Stellung des Acochlidium paradoxum Strubell / eingereicht von Paul Küthe
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Organisation u. systematische Stellung des Acochlidium paradoxum Srruserr. 525

drüse waren also nicht zu bemerken. Gewisse andere Umstände da- gegen Scheinen auf Zwittriekeit hinzuweisen. Bei dem weiblichen Tier findet sich nämlich an der Stelle, an welcher beim männlichen die Penisscheide ausmündet, ein kleiner, blind endender Schlauch. Man könnte demnach annehmen, daß Protogynie vorliege. Denn im entgegengesetzten Falle(Protandrie) müßten der wohlausgebildete Penis und die Samenblase nach dem Gebrauch wieder verschwinden, ohne eine Spur zu hinterlassen, was ich nicht für wahrscheinlich halte. Auch sind die geschlechtsreifen männlichen Tiere bedeutend größer als das einzige vorliegende Weibchen; andererseits haben wir auch deutliche, jedoch noch nicht geschlechtsreife Männchen von derselben Größe, ja sogar noch kleiner als das weibliche Exemplar. So glaube ich, daß keine Umstände für Hermaphroditismus(Pro- tandrie, Protogynie) sprechen, und ich halte fest: wir haben in Acochlidium paradoxum eine getrenntgeschlechtliche Schnecke vor uns. Eine gewisse Ähnlichkeit in den Ausführgängen beider Ge- schlechter ist auf die übereinstimmende Form ihrer zunächst in- differenten Anlagen zurückzuführen, die sich erst ziemlich spät männlich oder weiblich ausgestalten.

e) Nervensystem, Statocysten, Augen. DasNerven- system von Acochlidium paradoxzum besteht aus vier Ganglien- paaren. Über dem Mundrohr liegen die Cerebralganglien(Textfig. 1 u.2(0), die durch eine breite Kommissur miteinander verbunden sind. Auf der Ventralseite befinden sich die Pedalganglien(Textfig. 2 u. 6 Ped). Sie werden ebenfalls durch eine Kommissur zusammen- gehalten. Zwischen beiden Ganglienpaaren läuft je ein Konnektiv. Außerdem liegt zu beiden Seiten des Mundrohres ein Nervenknötchen (Textfie. 2 u. 8 Pl. Man wird es vielleicht als Pleuraleanglion ansprechen dürfen. Die Pleuralganglien sind sowohl mit den Öerebral- als auch Pedalganglien durch ein Konnektiv verbunden. Alle drei Knotenpaare bilden zusammen den Schlundring. Hinter dem Pharynx unter dem Vorderdarm sind zwei Nervenknötchen, die Visceral- sanglien(Textfig. 1, 2 u. 8 V), zu erkennen, die auch durch eine Kommissur in Verbindung stehen. Es muß gewiß daneben irgendein Zusammenhang mit dem Schlundring vorhanden sein; jedoch Konnte ich kein Konnektiv auffinden.

Jedes Pedalganglion umschließt eine Statocyste(Textfig. 2 u. 6 St). Statolithen konnte ich auf den Querschnitten des etwa 10« großen Organes nicht beobachten. Es ist lediglich ein von flachen Zellen umkleideter Hohlraum zu sehen. Auch an Total-