Organisation u. systematische Stellung des Acochlidium paradoxum Srrugerr. 519
drüsen dem Schlundkopf zuführt. Letztere haben ihre Lage über dem Ösophagus und liegen so dicht beieinander, daß sie teilweise verwachsen erscheinen. Der ganze Pharynx ist innen von einem einschichtigen Epithel ausgekleidet, das eine ziemlich dicke Cutikular- schicht ausscheidet. Gegen den Eingang des kieferlosen Schlund- kopfes wölbt sich von unten her eine muskulöse Zungenmasse vor. Vorn ist eine Radulatasche ausgebildet und hinten eine Radula- scheide, in welcher die Reibplatte ihren Ursprung nimmt.
Die Radula besteht aus 48—56 Querreihen, wovon 14-16 vor der Umbiegung der Zunge und etwa 40 dahinter liegen. Eine Querreihe setzt sich aus fünf Chitinplättchen zusammen; diese Fünf-
a b©
Fie.3. Radula: a Mittelzahn von hinten gesehen. b Mittelzahn von rechts. e Gegen- seitige Lage von Mittelzahn und Seitenplatten(ae äußere,< innere) nach der Prä- paration,(a) vorn(p) hinten. 400:1.
zahl bleibt in der ganzen Länge der Reibplatte erhalten. Nur die Mittelreihe hat wohl ausgebildete Zähne(Textfig. 3a und b). Auf einen breiten, fast rechteckigen Basalteil folgt eine dreieckige, lange Spitze, die nach vorn gewölbt ist(Textfig. 3a). In der Ruhelage sind sämtliche Zähne nach hinten gerichtet. Sie tragen auf der nach unten gekehrten Seite kleine Häkchen, die auf den beiden durch die Wölbung entstehenden Außenleisten aufsitzen(Textfig. 3b). Diese Häkchen neigen mit ihren Spitzen nach der Zahnbasis. Zu beiden Seiten des Mittelzahnes beobachtet man noch je zwei Reihen von Chitinplättchen. Das eine Plättchen(Textfig. 3c,:) ist schräg länglich, auf der einen Längsseite etwas ein- und auf der anderen


