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kluge Maßnahmen ein allzu hohes Aufschnellen der Lebens- mittelpreise vermieden wird, zeigt sich allen unliebsamen Ge- schehnissen gegenüber willfähriger, nimmt Unangenehmes leichter auf und verstärkt sich selbst in ihrer Widerstandskraft. Hier zeigt nun Gießen die überraschende Tatsache willigen Ertragens, rührigsten Fleißes, so daß die Kriegsjahre schädig- ten, aber keine vernichtenden Folgen zurückließen.
Das Wochenblatt von 1771 gibt für Ende August nach- folgende Preise an4):
1 Achtel Weizen.... S fl.— alb. 1„ Korn. 6„ 1„ CGerste. 4„ 20
1 2 Hlafer. 3 20
Fleisch und Lebensmittel:
1 Pfund Ochsenfleisch... 3 alb. 4 PDf.
1 Kühfleisch 2 6„
1„ Rindfleisch 2 e 4„
1„ Kalbfleisch 2 6
1„ Schweinefleisch. 3 4
1 2 Hammelfleisch 2„» 6„
1„ Seifen 7 e„
1„ Lichter. 0„=„
1 frische Butter 7,
1 geschälte Hirse. 2„ 4
1 o grob geschälte Gerste 2„„
6 Eier„„
Bäcker-Preise: alb. Pf. Lotm Quim
— 4 1 Schwarzbrot...“ 1 4 12 DWeck.........1 4 7 1 Butter-Bretzeln... 1 4 3 2 gemischt Brot oder Taigscher. 4 V 9 2
Das sind die billigen Preise, die Bahrdt so sehr lobt.?) Bis zum Jahre 1791 sind in den Preistarifen nur unwesentliche Schwankungen zu verzeichnen. Als aber im Jahre 1792 eine
24) Ich habe absichtlich diesen weit zurückliegenden Marktpreis- tarif hier angeführt, um einen Eindruck der„billigen“ Preise zu geben und zu zeigen, daß dieselben bis 1792 sich kaum änderten.
25) C. F. Bahrdt, Bd. II, S. 162/63; s. auch St. A., Gießen, Back- Proben.


