34 Weiſen des Choralbuchs.
Crüger, Johannes, geb. 9. April 1598 zu Großbreeſen, Sohn des Krugbeſitzers Georg Crüger daſelbſt, neben Gerhardt, deſſen Lieder er mit ſeinen Melodien ſchmückte, der einflußreichſte unter den Sängern der Zeit. Nachdem er als fahrender Schüler durch die Lande gezogen, ſtudierte er 1620 zu Leipzig die Theologie, folgte aber 1622 dem an ihn ergangenen Ruf als Kantor und Muſikdirektor zu St. Nikolai in Berlin, wo er 40 Jahre treu gewirkt hat. Er ſtarb am 23. Febr. 1662. Hauptwerk: Praxis pietatis melica.
5„Nun danket all und bringet Ehr“ E656). 18„Herzliebſter Jeſu, was haſt du verbrochen“ (1640). 25„O wie ſelig ſeid ihr doch, ihr Frommen“(1648). 61„Jeſus meine Zuverſicht“(1656). 70„Herr, ich habe mißgehandelt“(649). 96„Nun danket alle Gott“(648). 101„Zeuch ein zu deinen Thoren“(653). 108„O Ewigkeit, du Donnerwort“(1653). 120„Schwing dich auf zu deinem Gott“(1653). 122„Fröhlich ſoll mein Herze ſpringen“(1656). 127„Zion klagt mit Angſt und Schmerzen“(1640). 135„Schmücke dich, o liebe Seele“(1649). 143„Jeſu, meine Freude“(1656). Wiener, G. 78„Schaffe in mir, Gott“(1648). Päniſch in Königsberg 1602. 12„O Jeſu Chriſt, mein's Lebens Licht“(mscr. 1602; gedr. in Clauders Psalmodia nova, Centuria I. 2. A. S. 462. Leipzig 1630).
Geſius, Barth.(Geſe, Göß), geb. 1560 zu Müncheberg bei Frankfurt a. O., ſtudierte zuerſt Theologie, wandte ſich aber dann der Muſik zu und wirkte zuerſt in Wittenberg, 1590 in Frankfurt a. H., wo er an einer Epidemie mutmaßlich 1613 oder 1614 geſtorben iſt.
40„Auf meinen lieben Gott“ 1605.


