Porwort.
Mein lieber väterlicher Freund und Gönner, Herr Director i. P. J. P. Schäfer dahier, hat mich, als er ſeine Lieder-Concordanz dem Druck übergab, gebeten, derſelben ein kurzes Vor- und Geleitswort mit auf den Weg zu geben.
Ich thue das mit Freuden und mit dem Hoffnungswunſch, mein ſchwaches Wort möchte dem werthvollen Werke zu recht vielen Häuſern und in recht viele Herzen, beſonders auch der lieben Amtsbrüder, Eingang verſchaffen.
Unſer heſſiſches Geſangbuch will mit ſeinem köſtlichen Lied-Inhalt an ſeinem Theile für Kirche, Schule und Haus das Schriftwort zur Wahrheit machen: „Laſſet das Wort Chriſti unter euch reichlich wohnen in aller Weisheit; lehret und vermahnet euch ſelbſt mit Pſalmen und Lobgeſängen und geiſtlichen lieblichen Liedern, und ſinget dem Herrn in euerem Herzen!“(Kol. 3, 16).
Gerade in dem evangeliſchen Kirchenliede ſpiegelt ſich, neben den herr⸗ lichen Gebeten, am klarſten, reinſten und unmittelbarſten, am innerlichſten und ergreifendſten die Eigenart und die tiefe Innigkeit der evangeliſchen Gemeinde⸗ Frömmigkeit wieder; und über alle Unterſchiede und Kämpfe, über alle Trenn⸗ ungen und Verſtimmungen des kirchlichen Lebens hinweg können und wollen ſich alle Kinder der evangeliſchen Kirche in dem gemeinſamen Glaubens⸗, Liebes⸗ und Hoffnungs⸗Beſitz ihres unvergleichlichen Liederſchatzes brüderlich die Hand reichen.
Alle Verſuche daher, unſere evangeliſchen Kirchen- und Erbauungs⸗Lieder den Geiſtlichen und den Gemeindegliedern zugänglicher, bekannter und vertrauter zu machen, können nur mit Freuden begrüßt werden. Zu dieſen Verſuchen gehört auch das von Freund Schäfer noch im höchſten, aber von Gott mit Jugend— friſche geſegneten Alter begonnene und glücklich durchgeführte Unternehmen einer worin er ſeiner lauteren evangeliſchen Frömmigkeit und ſeiner treuen Liebe zu unſerer evangeliſchen Kirche ein letztes ehrenvolles Denkmal geſetzt hat.


