Druckschrift 
Lieder-Concordanz : über die Lieder des Gesangbuchs für die Evangelische Kirche im Großherzogtum Hessen / von J.P. Schäfer ; mit einem Vorwort von D. Weiffenbach
Entstehung
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Ihr Werth und ihre Brauchbarkeit ſpringen auch ohne viele Worte in die Augen. Oft klingen in unſerer Erinnerung ſchöne und tröſtliche Verstheile aus den Geſangbuchsliedern an, aber wir vermögen nicht mehr das Ganze unſerem Gedächtniß abzugewinnen, noch den Ort, wo dieſeHeimathsklänge hingehören, feſtzuſtellen, und ſo geht uns ein werthvolles Stück Erbauung verloren.

Nicht minder müſſen Pfarrer und Seelſorger, die ſeit einigen Jahrzehnten mit Recht viel ausgiebiger als früher ihre Betrachtungen, Mahnungen und Tröſt⸗ ungen in Liedverſe ausklingen laſſen, bei weniger geläufigen Liedern und Strophen oft längere Zeit ſuchen, bis ſie das Gewünſchte gefunden haben.

Welchen trefflichen Dienſt leiſtet da auf's Sicherſte und Schnellſte die Schäfer'ſche Lieder-Concordanz zu unſerem Geſangbuch. Man greife nur zu ihr, und in wenigen Augenblicken iſt nicht nur das Geſuchte gefunden, ſondern wir haben auch die beſte Gelegenheit, den Eindruck des ganzen Liedes zu unſerer Freude und Erbauung in uns zu erneuern.

So empfehle ich denn dieſe erſte und bis jetzt einzige Lieder⸗Concordanz zu unſerem Geſangbuche, die uns Freund Schäfer in rührend-unermüdlichem Fleiße geſchenkt, und die ſein Sohn, Herr Paſtor D. Th. Schäfer in Altona, ſorgfältig revidirt und im Druck corrigirt hat, allen treuen evangeliſchen Gemeinde⸗ gliedern und insbeſondere allen evangeliſchen Geiſtlichen unſerer Landeskirche ſowie allen ſonſtigen Freunden unſeres heſſiſchen Geſangbuchs auf das Wärmſte und und Angelegentlichſte. Gottes Segen geleite das Buch zu einer fröhlichen Wander⸗ ung und FreundesEinkehr in vielen Häuſern!

Seines ehrwürdigen betagten Verfaſſers Gefühle aber bei Druck⸗Vollendung ſeines Werkes glauben wir am beſten mit den Worten des greiſen Simeon zu dollmetſchen:Herr, nun läſſeſt Du deinen Diener im Frieden fahren, wie Du geſagt haſt; denn meine Augen haben deinen Heiland geſehen.(Luk. 2, 29 30).

Friedberg in Heſſen, im October 1902.

D. W. Wriffonbach,

Director.