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Sanct Elisabeth : Vorbild und Patronin der deutschen Frauen und Jungfrauen : Lehr- und Gebetbuch als Blumenstrauß und Festesgabe für die christliche Frauenwelt / von J. Kieffer, Priester
Entstehung
Seite
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Eliſabeth war beſtimmt, große, ſchmerzliche Opfer bringen zu müſſen, und ſie ſuchte ſich frühzeitig durch freiwillige Entbehrungen dar⸗ auf vorzubereiten. An Sonn⸗ und Feſttagen ließ ſie einen Theil ihres Schmuckes bei Seite; auch ſonſtige Modeſachen legte ſie nur aus Gehorſam und erſt nach der hl. Meſſe an. Jeden Tag ſuchte ſie ihren Willen zu brechen. Freute ſie ſich z. B. beim Spiele zu gewinnen, ſo ſagte ſie ſich:Jetzt, wo mir das Glück günſtig iſt, will ich Gott zu Liebe aufhören zu ſpielen. So ſehr ſie ſich an den kindlichen Tänzen mit ihren Geſpielinnen erfreute, ſo hörte ſie doch auf, ſobald ſie einmal rundgetanzt hatte, indem ſie ſagte: Ein Rundtanz iſt genug für die Welt, die andern unterlaſſe ich Gott zu Liebe.Dem Munde verſagte ſie Vieles an Speiſe, Trank und Reden aus Liebe zu Gott.

Was du für die Welt thuſt, iſt verloren, bringt dir keinen Gewinn, nur Kummer und Undank; was du für den lieben Gott thuſt, wird er dir hundertfältig vergelten.

Und iſt auch das Berz noch ſo jart und ſo klein,

Strahlt hell doch dir himmliſche Liebe hinein Und heiligt's in kindlichen Cagen.