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Sanct Elisabeth : Vorbild und Patronin der deutschen Frauen und Jungfrauen : Lehr- und Gebetbuch als Blumenstrauß und Festesgabe für die christliche Frauenwelt / von J. Kieffer, Priester
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freue ſich ganz Ungarn dieſes Kindes, denn es habe Frieden und Segen vom Himmel mit ſich gebracht.

Man kann ſich denken, wie ſehr Landgraf Hermann das ſeltene Mädchen zu ſehen, um ſich zu haben und ſeinem Sohne Ludwig als fromme Gemahlin anzutrauen wünſchte. Trug er auch nicht die Königskrone, ſo hatte ſein Name doch guten Klang in allen deut⸗ ſchen Landen: war er ja weithin berühmt durch ſeine Kriegsthaten und ſo mächtig, daß der damalige Kaiſer Friedrich Barbaroſſa ihm ſeine Wahl zu verdanken hatte. Daher ſchickte er eine auserleſene Geſellſchaſt vor nehmer Herren und Damen, Ritter und Edel⸗ fräulein mit reichen Geſchenken in feierlicher Botſchaft zum Könige von Ungarn, für ſei⸗ nen Sohn um die Hand der Prinzeſſin Eli⸗ ſabeth zu werben und ſie ſchon jetzt wo möglich an den Hof nach Thüringen mitzu⸗ bringen. Wohl den Eltern, die bei Ver⸗ ſorgung ihrer Kinder mehr auf chriſtlichen Sinn, Tugend und Charakter, als auf Reich⸗ thum, Schönheit und andere äußere Güter Rückſicht nehmen!

Nachdem König Andreas die Abgeſandten huldvoll empfangen, empfahl er mit ſeiner frommen Gemahlin Gertrud die Sache Gott dem Herrn in eifrigem Gebete. Dann ver⸗ ſammelte er ſeinen Rath, um deſſen Meinung zu hören. Er erkundigte ſich eingehend über die Verhältniſſe in Thüringen, noch mehr