23 Einleitung.
weil ſie uns die Vereinigung mit Gott verſchafft und uns zu Mitgenoſſen und Theilnehmern ſeine Reiches macht.“ ¹) Noch ſchöner drückt ſich der heilige Auguſin aus,²) indem er unſern gütigſten Herrn alſo redend an⸗ führt:„Ich bin die Speiſe der Großen, nh e und du wirſt mich genießen, und mich nicht in dich verwandeln,
wie die Speiſe deines Leibes, ſondern du wirſt in mi verwandelt werden.“ Dieſe Vereinigung kann kein menſchliche Zunge erklären. Sobald du die heihge Kommunion würdig empfangen haſt, wird ZJeſus die Seele deiner Seele, das Leben deines Lebens; Chriſtus denkt, ſpricht, liebt, leidet, handelt in dir; du kannſt ſagen: Chriſtus iſt mein und ich bin ſein, Chriſtus lebt in mir!
Die dritte Wirkung der heiligen Kommunion iſ, daß ſie die Seele von läßlichen Sünden rei⸗ niget und von Todſünden bewahrt. Wie dies geſchieht, lehrt der heilige Thomas von Aquin alſo:“) „Die heilige Kommunion iſt die Nahrung der Seele, und hat als ſolche die Beſtimmung, die verlornen Lebens⸗ kräfte zu erſetzen, folglich auch die läßlichen Sünden zu tilgen, welche den Eifer der Liebe, die die eigentliche L⸗ benskraft iſt, ſchwächen.“ Gott der Vater ſelbſt ſprach zur heiligen Katharina von Siena:⁴)„Das Blut Chriſt iſt gleichſam ein heilſames Bad zur Abwaſchung u und Anderer Vergehen.“ Der heilige Ambroſius ſagte „Ich muß täglich das Blut des Herrn empfangen, 3 mit ich täglich die Vergebung meiner Sünden erlange; weil ich täglich ſündige, muß ich täglich das Heilmitte
. I. Ep 28. part. qu. 79. art 4. Sacr. lib IV. cap. 6.
*) Confess. lib. VII.) I. ) Dialog. cap. 126.) De
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