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Jesus, mein Alles : Kommunionbuch für Alle, die den Heiland innig lieb haben / von G. Ott, Stadtpfarrer
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27
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ein Leben aller Tugenden und guten Werke. An den Heiligen iſt dieſe Wirkung ſichtbar. So rief der heilige Paulus aus:Nicht mehr ich lebe, ſondern Chriſtus in mir. Mit dem Empfange ſeines heiligen Fleiſches und Blutes ſenkt er in die Seele ſein heiliges, göttliches Leben; daher der heilige Cyrillus mit Recht ſagt: Wahrlich, Leben und Heiligung iſt uns die Gemeinſchaft mit Chriſtus, denn er hat ſein Fleiſch belebend, ja zum Leben ſelbſt gemacht. Dies iſt alſo die erſte Wirkung einer würdigen Kommunion.

Die zweite Wirkung einer würdigen Kommunion iſt, daß ſie uns aufs Innigſte mit unſerm theuerſten Herrn vereiniget. Dieß ſagt Jeſus ſelbſt:Wer mein Fleiſ Blut

ſch ißt und mein L trinkt, bleibt in mir undich in ihm. Goh. 6.) Wir werden alſo, wie der heilige Iſidor von Peluſium ſagt,¹) dem geheimnißvollen Leibe Chriſti einverleibt. Unſer Fleiſch und unſer Leib verbindet ſich mit dem Fleiſche und Leibe Chriſti. Gleichwie wenn Jemand geſchmolzenes Wachs zu anderem geſchmolzenen Wachſe hinzugießt, beide ganz miteinander vermiſcht werden; ebenſo wird derjenige, welcher das Fleiſch und Blut des Herrn empfängt, ſo mit ihm verbunden, daß Chriſtus in ihm und er in Chriſto weilt, ſchreibt der heilige Cy⸗ Durch das heiligſte Sakrament geläutert, ſind wir mit dem Leibe des Herrn und ſeinem Geiſte vereint und werden Chriſti Leib.3)Deßhalb, ſchreibt der heilige Iſidor von Peluſium, wird die Theilnahme an den göttlichen SakramentenKommunion genannt,

¹) de cast. connub. cap. 18. 6) Lib. K. in Joann. c. 13. 3) de orth. fid. lib. IV.