26 Einleitung.
wider das Verbot Gottes davon eſſen würden, ihnn den Tod bringen ſollte. Die erſten Menſchen gehorchten
nicht, aſſen von der verbotenen Frucht des Baumes dr
Erkenntniß und verfielen dadurch dem geiſtlichen und leiblichen Tode: dem geiſtlichen Tode, der Ungnade Gottes und dem leiblichen Tode: ſie mußten ſterben. Um ihnen aber zu verwehren vom Baume des Lebens zu eſſen,„damit ſie nicht leben ewiglich.“(I. Myſ. 3, 22), vertrieb ſie Gott aus dem Paradieſe.— Dieſer Baum des Lebens war und iſt ein Vorbild Jeß, unſeres theuerſten Herrn, am Kreuze. Als die Frucht des Lebens hängt Jeſus am Kreuzbaume, und in der heiligen Kommunion eſſen wir von dieſer Frucht, genie⸗ ſen wir ſein Fleiſch und Blut, und er gibt uns dadurc das Leben, und zwar das Seinige.— Dieß iſ nun die erſte Wirkung der heiligen Kommunion.— Jeſus gibt dir das Leben, wie er ſelbſt ſagt:„Ich bin das Brod des Lebens„ wer von dieſen Brode ißt, der wird leben in Ewigkeit, und gleich wie mich der lebendige Vater geſandt hat, und ich um des Vaters willen lebe, ſe wird auch der, welchermich ißt, um meinet⸗ willen leben.“(Joh. 6, 48. 51. 58). Wenn du gewöhnliches Brod genießeſt, ſo verwandelſt du es in
dich; wenn du aber das Brod des Lebens, die heilig
Kommunion empfangeſt, ſo verwandelt dich Jeſus in ſic Er nimmt dir das von der erſten Sünde her verdorben Leben, das Leben der Eigenliebe, der Anhänglichkeit an die erſchaffenen Dinge, der Selbſtſucht, der böſen Be⸗ gierlichkeit, kurz das Leben der böſen Neigungen und Leidenſchaften, die im Herzen des Menſchen hauſen, und theilt dir mit ſein Leben, ein Leben der Sanftmuth, De⸗ muth, Geduld, der Selbſtüberwindung, der heiligen Liebe,
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