20 Einleitung.
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bewahre deine Seele zum ewigen Leben.“— Die erſten Chriſten, unſere Väter im Glauben, em⸗ pfingen die heilige Kommunion ſtehend. Dies geſchah zur Nachahmung der Kinder Iſraels, welche die Lenden umgürtet, den Wanderſtab in der Hand, das Oſterlamm, das Vorbild des heiligſten Sakramentes, ſtehend aſſen. Jedoch neigten ſie das Haupt und hielten die Augen ge⸗ ſenkt, um die Gefühle der demüthigen Anbetung zu be⸗ zeugen, alsdann legten ſie die Hände, welche ſie zuvor ſorgfältig gewaſchen hatten, kreuzweiſe übereinander, empfingen darauf die hochheilige Hoſtie und kommun⸗ zirten ſich ſelbſt; die Frauen aber bekamen den Leib des Herrn in die rechte, mit einem weißen Leintuche bedecke Hand. Hierauf wurde das heilige Blut im Kelche dar⸗ geboten, aus welchem alle ehrfurchtsvoll tranken. Späte wurde der Gebrauch eingeführt, das koſtbare Blut mit einem Halme zu nehmen, damit es nicht verſchüttt würde. Bis zum zwölften Jahrhundert wurde die heilge Kommunion während der heiligen Meſſe unter beiden Geſtalten geſpendet. Es durften aber auch Jene, welht den Wein nicht vertragen konnten, früher des Kelches ſich enthalten. Alle aber, welche außer der heiligen Meſſe kommunizirten, empfingen die hl. Kommunion mu unter der Geſtalt des Brodes. Da in den erſten Jahr⸗ hunderten, beſonders zur Zeit der Verfolgung, di Gläubigen auch das heiligſte Sakrament mit nach Hauſe nehmen durften, um ſich damit zu ſpeiſen, ſo geſcheh dies immer unter der Geſtalt des Brodes; auch die Kranken empfingen die heilige Wegzehrung nur unter der Geſtalt des Brodes, wie z. B. der heilige Biſchof Ambroſius. Ja die, unſerer Nachahmung ſo würdigen erſten Chriſten hatten unſern gütigſten Herrn Jeſum ſo lieb, daß ſie ſich auch nicht einen Augenblick von ihm
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