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Jesus, mein Alles : Kommunionbuch für Alle, die den Heiland innig lieb haben / von G. Ott, Stadtpfarrer
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21
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Einleitung. A

trennen wollten, und trugen daher das hochheilige Sa⸗ trament auf ihren Reiſen mit ſich, um dadurch Schutz und Schirm in allen Gefahren des Leibes und der Seele zu haben. Der heilige Ambroſins erzählt, daß ſein Bruder Satyrus bei einem Schiffbruche das göttliche Sakrament, das er bei ſich trug, in ein Tuch wickelte, dieſes Tuch um ſeinen Hals band, und ſo in das Meer ſprang und der Erſte war, der gerettet wurde. Noch ein rührendes Zeugniß von der flammenden Liebe der erſten Chriſten zum heiligſten Sakramente und ihrem innigen Verlangen nach dem Empfange desſelben wird uns ange⸗ führt im Leben des heiligen Martyrers Lucian. Derſelbe lag um des Glaubens an Jeſus willen im Kerker. Am Tage der Erſcheinung des Herrn baten ihn ſeine Schüler, im Kerker das heilige Opfer darzubringen. Da aber der Altar fehlte, und aus Furcht vor den Verfolgern nicht herbeigebracht werden konnte, ſprach der heilige Blutzeuge: Altartiſch ſoll euch dieſe meine Bruſt ſein; ſie mag Gott nicht minder gefallen, denn ein Altar aus lebloſem Stoffe. Heiliger Tempel aber ſeid ihr mir, die ihr mich von ollen

Seiten umgebet. Da nun die heilige Verſammlung

ihn im Kreiſe umſtand, ihn, den ſchon Sterbenden, und ſo gleichſam die Kirche um ihn bildete, brachte er das heilige Opfer auf ſeiner Bruſt dar und ließ Alle an den Geheimniſſen Theil nehmen, das heißt: Alle empfingen mit ihm die heilige Kommunion.

So alſo feierten unſere Väter im Glauben das heiligſte Sakrament. Inmitten der grauſamen Verfolg⸗

ungen ihrer grimmigen Feinde war das heiligſte Sakra⸗

ment ihre einzige Freude, ihr Troſt, ihre Stärke und Stütze. Mit dem heiligſten Sakramente auf der Bruſt gingen ſie in die Kerker. Ein junger Geiſtlicher, Na⸗ mens Tharciſius, trug das glorwürdige Sakrament bei