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Einleitung. 11
wieder Oſtern gekommen und das Feſt der Inden nahe, aber auch die Zeit und die Stunde war gekommen, wo Jeſus, unſer Herr, ſeine Verheißung erfüllen wollte.— Während der drei Jahre, da er mit ſeinen Jüngern um⸗ ging, hatte er das Oſterlamm mit ihnen gegeſſen, allein von einer ſolchen geheimnißvollen Vorbereitung, wie dießmal, melden die Evangeliſten nichts. Um dieſe Zeit mußten die Hauseigenthümer von Jeruſalem alle Zim⸗ mer, welche ſie entbehren konnten, für die fremden Juden, welche zum Oſ efeſt kamen, in Bereitſchaft halten und ſie mit allen nothwendigen Geräthſchaften verſehen, welche man zur Verzehrung des Oſterlammes benöthigte. Am Donnerstag, ungefähr 3 Uhr Nachmittags, ſandte Jeſus den Petrus und Johannes, ſeine Jünger, von Bethanien aus, wo er ſich befand, nach Jeruſalem ab mit den Worten:„Gehet hin in die Stadt, und es wird euch ein Mann begegnen, der einen Waſſerkrug trägt, dieſem folget. Und wo er hineingeht, da ſaget zu dem Herrn des Hauſes: Der Meiſter ſagt: Wo iſt der Speiſeſaal, daß ich das Oſterlamm eſſe mit meinen Jün⸗ gern? Und er wird euch einen großen, mit Polſtern be⸗ legten Speiſeſaal zeigen; daſelbſt richtet für uns zu. Sie aber gingen hin, und fanden es ſo, wie er ihnen geſagt
hatte, und bereiteten das Oſterlamm.(Marc. 14.)
Du ſiehſt, chriſtliche Seele, daß in dieſem Auftrage unſers gütigſten Herrn etwas Geheimnißvolles liegt; einen ſolchen Auftrag hatte er bei keiner Oſterfeier gege⸗
ben. Er hielt dießmal Oſtern in dem großen, wohlein⸗
gerichteten Saale eines Gebäudes auf dem Berge Sion,
wo unter David und Salomo vierzig Jahre lang die
Arche des Bundes, das Vorbild des allerheiligſten Altars⸗ ſakramentes aufbewahrt ſtand. Wie kommt es nun, möchte man hier fragen, daß der Herr dießmal Oſtern
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