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[Anleitung zur Beruhigung furchtsamer Seelen in ihren Zweifeln] / [von Karl Joseph Quadrupani]
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10 weit leichter der Traurigkeit zugäng⸗ lich. Auch ſagt der hl. Thomas, das Vermeiden jedes ehrbaren bergnügens könne ſogar Sünde werden. Die Tugend beruht auf der Ordnung, und alles Ubermaß, als der Yrdnung zu⸗ wider, verletzt die Tugend.

Der hl. Sranz von Sales ſchreibt: Wir müſſen zuweilen durch irgend eine Erholung unſern Geiſt abſpannen und unſern Ceib erquicken. Es iſt daher ohne Sweifel ein Zehler, wenn man ſo ſtrenge, ſo hart und rauh iſt, daß man weder ſich ſelbſt, noch andern eine Erholung erlauben will. Aber nimm dich in acht, an alles dieſes dein Kerz zu heften; denn ſo ehrlich auch eine Erholung ſein mag, ſo iſt es doch ein Sehler, wenn man ſich derſelben mit Geiſt und Herz hingibt. Ich ſage nicht, daß man am Spiel kein Dergnügen finden ſoll, während man ſpielt, denn ſonſt wäre es keine Erholung; ſondern ich ſage, man ſoll ſein Ferz nicht dergeſtalt daran hängen, daß man leidenſchaftlich ſich danach ſehnt und dabei beeifert.

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