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Allgemeines und vollständiges Evangelisches Gesang-Buch für die Königl. Preuß. Schlesischen Lande : also eingerichtet, daß es in allen evangel. Gemeinden zu gebrauchen ist, indem man darinnen die erbaulichen Lieder aus allen in Schlesien zeithero üblichen Gesangbüchern zu allgemeiner Erbauung zusammengetragen hat : nebst angefügtem Gebet-Buch und einer Vorrede / von Johann Friedrich Burg, Königl. Ober-Consistorial-Rath und Inspector
Entstehung
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Satzungen unterwinden Gnade z verdienen. Es iſt auch am Tage,

Die Augsburgiſche Confefſton.

Sachen, oder Zehnten, dieſelben haben ſie aus Kraft menſchlicher Rechte. Wo aber die Ordinarien nachläßig in ſolchem Amte, ſo ſind die Fürſten ſchuldig, ſie thuns auch gern oder ungern, hierin ihren Unterthanen um Friedens willen Recht zu ſprechen, zu Verhütung Unfriedens und großer Unruhe in Ländern.

Weiter disputirt man, ob auch

Biſchöfe Macht haben, Ceremonien G

in den Kirchen aufzurichten, des⸗ gleichen Satzungen von Speiſe, Feien tagen, von unterſchiedlichen Orden der Kirchen⸗Diener. Denn die den Biſchöfen die Gewalt geben, ziehen dieſen Spruch Chriſti an Joh. 16: Ich habe euch noch Viel zu ſagen, ihr aber könnets jetzt nicht tragen; wenn aber der Geiſt der Wahrheit

kbommen wird, der wird euch in alle

Wahrheit führen. Dazu führen ſie auch das Exempel Actor am 15. da ſie Blut und Erſticktes verboten haben. So zeucht man auch das an, daß der Sabbath in Sonntag verwandelt iſt worden wider die zehn Gebote, da⸗ für ſie es achten, und wird kein Exempel ſo hoch getrieben und an⸗ gezogen, als die Verwandlung des Sabbaths, und wollen damit erhal⸗ ten, daß die Gewalt der Kirchen groß ſei, dieweil ſie mit den zehn Geboten dispenſirt und Etwas daran verän⸗

dert hat.

Aber die Unſern lehren in dieſer Frage alſo, daß die Biſchöſe nicht Macht haben, Etwas wider das Evan⸗ gelium zu ſetzen und aufzurichten, wie denn oben angezeigt iſt, und die geiſtlichen Rechte durch die ganze neunte Diſtinction lehren. Nun iſt dieſes öffentlich wider Gottes Befehl und Wort, der Meinung Geſetze zu machen, oder zu gebieten, daß man

dadurch für die Sünde genug thue R

und Gnade erlange. Denn es wird die Ehre des Verdienſtes Chriſti ver⸗ läſtert, wenn wir uns mit ſolchen

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daß um dieſer Meinung willen in der Chriſtenheit menſchliche Auf⸗ ſatzungen unzählig überhand genom⸗ men haben, und indeß die Lehre vom

Glauben und die Gerechtigkeit des

Glaubens gar iſt unterdrückt geweſen. Man hat täglich neue Feiertage, neue Faſten geboten, neue Ceremonien und neue Ehrerbietungen der Hei⸗

ligen eingeſetzt, mit ſolchen Werken nade und alles Gute bei Gott zu

verdienen. Item, die menſchliche Satzungen aufrichten, thun auch da⸗ mit wider Gottes Gebot, daß ſie Sünde ſetzen in der Speiſe, in Ta⸗ en und dergleichen Dingen und be⸗ waren alſo die Chriſtenheit mit der Knechtſchaft des Geſetzes, eben als müßte bei den Chriſten ein ſolcher Gottesdienſt ſein, Gottes Gnade zu verdienen, der gleich wäre dem levi⸗ tiſchen Gottesdienſte, welchen Gott ſollte den Apoſteln und Biſchöfen be⸗ fohlen haben aufzurichten, wie denn Etliche davon ſchreiben. Steht auch wohl zu glauben, daß etliche Biſchöfe mit dem Exempel des Geſetzes Moſis ſind betrogen worden, daher ſo un⸗ zählige Satzungen gekommen ſind, daß eine Tod⸗Sünde ſein ſoll, wenn man an Feiertagen eine Hand⸗Arbeit thue, auch ohne Aergerniß der Andern, daß eine Tod⸗Sünde ſei, wenn man die Sieben⸗Zeit nachläßt, daß etliche

Speiſe das Gewiſſen verunreinige,

das Faſten ein ſolch Werk ſei, damit man Gott verſöhne, daß die Sünde in einem vorbehaltenen Falle verde nicht vergeben, man erſuche venn zu⸗ vor den Vorbehalter des Zälls, unan⸗ geſehen, daß die gaſtlichen Rechte nicht von Vorbeh⸗tkung der Schuld, ſondern von Vorbehaltung der Kir⸗ 2 reden. chen⸗Poen haben denn die Biſchöfe echt und Macht, ſolche Aufſätze der Ghriſtenheit aufzulegen, die Gewiſſn zu veyſtricken? Denn St. Peter ver⸗ beut in den Geſchichten der Apoſtel

u am 15. das Joch auf der günger Hälſe zu legen, und St. Panus ſagt

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