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leibliche, ſondern ewige Dinge und Güter, als nämlich ewige Gerechtig⸗ keit, der heilige Geiſt und das ewige Leben. Dieſe Güter kann man an⸗ ders nicht erlangen, denn durch das Amt der Predigt und durch die Hand⸗ reichung der heiligen Sacramente. Denn St. Paulus ſpricht: Das Evan⸗ gelium iſt eine Kraft Gottes, ſelig
zu machen Alle, die daran glauben.
Dieweil nun dieſe Gewalt der Kir⸗ chen oder Biſchöfe ewige Güter gibt
und allein durch das Predigt⸗Amt thei gelio entgegen, verwerfen und die
geübt und getrieben wird, ſo hindert ſie die Polizei und das weltliche Re⸗ giment Nichts überall. Denn das weltliche Regiment geht mit viel an⸗ dern Sachen um, denn das Evange⸗ lium, welche Gewalt ſchützt nicht die Seelen, ſondern Leib und Gut wider äußerliche Gewalt mit dem Schwerdt und leiblichen Poenen.
Darum ſoll man die zwei Regi⸗ mente, das geiſtliche und weltliche, nicht in einander mengen und wer⸗ fen. Denn der geiſtlich Gewalt hat ſeinen Befehl, das Evangelium zu predigen und die Sacramente zu reichen, ſoll aber nicht in ein fremd Amt fallen, ſoll nicht Könige ſetzen,
oder entſetzen, ſoll weltlich Geſetz und C d Evangelium predigen würde, denn
Gehorſam der Obrigkeit nicht aufheben oder zerrütten, ſoll weltlicher Gewalt nicht Geſetz machen und ſtellen von weltlichen Händeln. Wie denn auch Chriſtus ſelbſt geſagt hat: Mein Reich iſt nicht von dieſer Welt. Item: Wer hat mich zu einem Richter zwi⸗
ſchen euch geſetzt? Und St. Paulus
zu den Thilippern am 3: Unſere Bürgerſchaft iſt im Himmel Und in 2. Cor. am 40. Die Waffen un⸗ ſerer Ritterſchaft ſind nicht fleiſchlich, ſondern mächtig vor Gott, zu zer⸗
ſtören die Anſchläge und alle Höhe,
die ſich erhebt wider die Erienntniß Gottes. Dieſer Geſtalt unterſcheiden die
Unſern beide, Regiment⸗ und Ge⸗
wait⸗Amt, und heißen ſie beide als die höchſte Gabe Gottes auf Erden
Die Augsburgiſche
in Ehren halten.
ſollen gehorſam ſein. th. 7: Seht euch vor, vor den falſchen
Confeſſton.
Wo aber die Bi⸗ ſchöfe weltlich Regiment und Schwerdt haben, ſo haben ſie dieſelben nicht als Biſchöfe aus göttlichen Rechten, ſon⸗ dern aus menſchlichen Kgiſerlichen Rechten, geſchenkt von Kaiſern und Königen zu weltlicher Verwaltung ihrer Güter und geht das Amt des Evangeliums gar Nichts an. Der⸗
halben iſt das biſchöfliche Amt nach göttlichen Rechten, das Evangelium
predigen, Sünde vergeben, Lehre ur⸗ theilen und die Lehre, ſo dem Evan⸗
Gottloſen, dero gottloſes Weſen offen⸗
bar iſt, aus chriſtlicher Gemeine aus⸗
ſchließen ohne menſchliche Gewalt, ſondern allein durch Gottes Wort. Und desfalls ſind die Pfarr⸗Leute und Kirchen ſchuldig, den Biſchoͤfen
gehorſam zu ſein, laut des Spruches
Chriſti Luc. am 10: Wer euch hört, der hört mich. Wo ſie aber etwas dem Evangelio entgegen lehren, ſetzen oder aufrichten, haben wir Gottes Befehl in ſolchem Fall, daß wir nicht
Matth. am
Propheten, Und St. Paulus zu den
Galat. am 1: So auch wir, oder ein
Engel vom Himmel euch ein ander
das wir euch gepredigt haben, der ſei verflucht. Und in der 2. Cpiſtel zu den Corinth. am 13: Wir haben keine Macht wider die Wahrheit,
ſondern für die Wahrheit. Item:
Nach der Macht, welche mir der Herr
zu beſſern und nicht zu verderben
gegeben hat. Alſo gebeut auch das
geiſtliche Recht L. 2. q. 7. in cap.
Sacerdotes, und cap. Oves. Und
St. Auguſtinus ſchreibt in der Cyi⸗ ſtel wider Petilianus: Man ſoll auch
den Biſchöfen, ſo ordentlich erwählt,
nicht folgen, wo ſie irren, oder Ct⸗
was wider die heilige göttliche Schrift
lehren oder ordnen. Daß aber die Biſchöfe ſonſt Ge⸗
walt und Gerichts⸗Zwang haben in
etlichen Sachen, als nämlich Ehe⸗
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