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Allgemeines und vollständiges Evangelisches Gesang-Buch für die Königl. Preuß. Schlesischen Lande : also eingerichtet, daß es in allen evangel. Gemeinden zu gebrauchen ist, indem man darinnen die erbaulichen Lieder aus allen in Schlesien zeithero üblichen Gesangbüchern zu allgemeiner Erbauung zusammengetragen hat : nebst angefügtem Gebet-Buch und einer Vorrede / von Johann Friedrich Burg, Königl. Ober-Consistorial-Rath und Inspector
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leibliche, ſondern ewige Dinge und Güter, als nämlich ewige Gerechtig⸗ keit, der heilige Geiſt und das ewige Leben. Dieſe Güter kann man an⸗ ders nicht erlangen, denn durch das Amt der Predigt und durch die Hand⸗ reichung der heiligen Sacramente. Denn St. Paulus ſpricht: Das Evan⸗ gelium iſt eine Kraft Gottes, ſelig

zu machen Alle, die daran glauben.

Dieweil nun dieſe Gewalt der Kir⸗ chen oder Biſchöfe ewige Güter gibt

und allein durch das Predigt⸗Amt thei gelio entgegen, verwerfen und die

geübt und getrieben wird, ſo hindert ſie die Polizei und das weltliche Re⸗ giment Nichts überall. Denn das weltliche Regiment geht mit viel an⸗ dern Sachen um, denn das Evange⸗ lium, welche Gewalt ſchützt nicht die Seelen, ſondern Leib und Gut wider äußerliche Gewalt mit dem Schwerdt und leiblichen Poenen.

Darum ſoll man die zwei Regi⸗ mente, das geiſtliche und weltliche, nicht in einander mengen und wer⸗ fen. Denn der geiſtlich Gewalt hat ſeinen Befehl, das Evangelium zu predigen und die Sacramente zu reichen, ſoll aber nicht in ein fremd Amt fallen, ſoll nicht Könige ſetzen,

oder entſetzen, ſoll weltlich Geſetz und C d Evangelium predigen würde, denn

Gehorſam der Obrigkeit nicht aufheben oder zerrütten, ſoll weltlicher Gewalt nicht Geſetz machen und ſtellen von weltlichen Händeln. Wie denn auch Chriſtus ſelbſt geſagt hat: Mein Reich iſt nicht von dieſer Welt. Item: Wer hat mich zu einem Richter zwi⸗

ſchen euch geſetzt? Und St. Paulus

zu den Thilippern am 3: Unſere Bürgerſchaft iſt im Himmel Und in 2. Cor. am 40. Die Waffen un⸗ ſerer Ritterſchaft ſind nicht fleiſchlich, ſondern mächtig vor Gott, zu zer⸗

ſtören die Anſchläge und alle Höhe,

die ſich erhebt wider die Erienntniß Gottes. Dieſer Geſtalt unterſcheiden die

Unſern beide, Regiment⸗ und Ge⸗

wait⸗Amt, und heißen ſie beide als die höchſte Gabe Gottes auf Erden

Die Augsburgiſche

in Ehren halten.

ſollen gehorſam ſein. th. 7: Seht euch vor, vor den falſchen

Confeſſton.

Wo aber die Bi⸗ ſchöfe weltlich Regiment und Schwerdt haben, ſo haben ſie dieſelben nicht als Biſchöfe aus göttlichen Rechten, ſon⸗ dern aus menſchlichen Kgiſerlichen Rechten, geſchenkt von Kaiſern und Königen zu weltlicher Verwaltung ihrer Güter und geht das Amt des Evangeliums gar Nichts an. Der⸗

halben iſt das biſchöfliche Amt nach göttlichen Rechten, das Evangelium

predigen, Sünde vergeben, Lehre ur⸗ theilen und die Lehre, ſo dem Evan⸗

Gottloſen, dero gottloſes Weſen offen⸗

bar iſt, aus chriſtlicher Gemeine aus⸗

ſchließen ohne menſchliche Gewalt, ſondern allein durch Gottes Wort. Und desfalls ſind die Pfarr⸗Leute und Kirchen ſchuldig, den Biſchoͤfen

gehorſam zu ſein, laut des Spruches

Chriſti Luc. am 10: Wer euch hört, der hört mich. Wo ſie aber etwas dem Evangelio entgegen lehren, ſetzen oder aufrichten, haben wir Gottes Befehl in ſolchem Fall, daß wir nicht

Matth. am

Propheten, Und St. Paulus zu den

Galat. am 1: So auch wir, oder ein

Engel vom Himmel euch ein ander

das wir euch gepredigt haben, der ſei verflucht. Und in der 2. Cpiſtel zu den Corinth. am 13: Wir haben keine Macht wider die Wahrheit,

ſondern für die Wahrheit. Item:

Nach der Macht, welche mir der Herr

zu beſſern und nicht zu verderben

gegeben hat. Alſo gebeut auch das

geiſtliche Recht L. 2. q. 7. in cap.

Sacerdotes, und cap. Oves. Und

St. Auguſtinus ſchreibt in der Cyi⸗ ſtel wider Petilianus: Man ſoll auch

den Biſchöfen, ſo ordentlich erwählt,

nicht folgen, wo ſie irren, oder Ct⸗

was wider die heilige göttliche Schrift

lehren oder ordnen. Daß aber die Biſchöfe ſonſt Ge⸗

walt und Gerichts⸗Zwang haben in

etlichen Sachen, als nämlich Ehe⸗

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