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hörte Neuigkeit, in der Kirche lehren, daß Chriſti Tod ſolle allein für die Erb⸗Sünde und ſonſt nicht auch für andere Sünden genug gethan haben. Derhalben zu hoffen, daß männiglich verſtehe, daß ſolcher Irrthum nicht unbillig geſtraft ſei.
Zum Andern, ſo lehrt St. Pau⸗ lus, daß wir vor Gott Gnade erlan⸗
gen durch Glauben und nicht durch S T b die in der Kirche vor Alters nicht geweſen, vorgenommen hat und in
Werke. Dagwider iſt öffentlich dieſer Mißbrauch der Meſſe, ſo man ver⸗ meint, durch dieſes Werk Gnade zu erlangen. Wie man denn weiß, daß
man die Meſſe dazu gebraucht, da⸗
durch Sünde abzulegen und Gnade und alle Güter bei Gott zu erlangen, nicht allein der Prieſter für ſich ſon⸗
dern auch für die ganze Welt und
für andre Lebendige und Todte. Zum Dritten, ſo iſt das heilige
Sacrament eingeſetzt, nicht damit für
die Sünde ein Opfer anzurichten (denn das Opfer iſt zuvor geſchehen), ſondern daß unſer Glaube dadurch erweckt und die Gewiſſen getröſtet werden, welche durchs Sacrament er⸗ innert werden, daß ihnen Gnade und Vergebung der Sünden von Chriſto zugeſagt iſt. Derhalben fordert dieß
Glauben vergeblich gebraucht.
Dieweil nun die Meſſe nicht ein Opfer iſt für Andere, Lebendige oder Todte, ihre Sünde wegzunehmen, ſondern ſoll eine Communion ſein,
da der Prieſter und Andere das Sa⸗ erament empfahen für ſich, ſo wird dieſe Weiſe bei uns gehalten, daß man an Feiertagen(auch ſonſt, ſo Communikanten da ſind) Meſſe hält
und Etliche, ſo das begehren, com⸗
municirt. Alſo bleibt die Meſſe bei uns in ihrem rechten Brauch, wie ſie vor Zeiten in der Kirche gehalten, wie man beweiſen mag aus St. Paulo 1. Cor. 11, dazu auch aus vieler Väter Schriften. Denn Chry⸗ ſoſtomus ſpricht, wie der Prieſter täg⸗ lich ſtehe und fordere Etliche zur
Communion, Etlichen verbiete er
Die Augsburgiſche Confeſſion.
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hinzu zu treten. Auch zeigen die al⸗ ten Canones an, daß Einer das Amt gehalten hat und die andern Prieſter und Diacon communicirt. Denn alſo lauten die Worte im Ca⸗ none Nicäno:
crament empfahen von dem Biſchof oder Prieſter.
So man nun keine Neuigkeit hierin,
den öffentlichen Ceremonien der Meſſe
keine merkliche Aenderung geſchehen
iſt, allein, daß die andern unnöthi⸗ gen Meſſen, etwa durch einen Miß⸗ brauch gehalten, neben der Pfarr⸗
Meſſe gefallen ſind, ſoll billig dieſe
Weiſe, Meſſe zu halten, nicht für ketzeriſch und unchriſtlich verdammt werden. Denn man hat vor Zeiten auch in den großen Kirchen, da viel Volks geweſen, auch auf die Tage,
ſo das Volk zuſammen kam, nicht täglich Meſſe gehalten, wie tripar⸗
tita historia lib. 9. anzeigt, daß man
zu Alexandria am Mittwoch und
Freitage die Schrift geleſen und aus⸗
gelegt habe, und ſonſt alle Gottes⸗ zug G dienſte gehalten ohne die Meſſe. Sacrament Glauben und wird ohne
Der 25. Artikel. Von der Beichte.
ie Beichte iſt durch die Prediger
dieſes Theils nicht abgethan. Denn dieſe Gewohnheit wird bei uns gehalten, das Sacrament nicht zu reichen denen, ſo nicht zuvor ver⸗ hört und abſolvirt ſind. Dabei wird das Volk fleißig unterrichtet, wie tröſtlich das Wort der Abſolution ſei wie hoch und theuer die Abſol⸗ tion zu achten; denn es ſei nicht des gegenwärtigen Menſchen Stimme oder Wort, ſondern Gottes Wort, der da die Sünde vergibt; denn ſie
wird an Gottes Statt und aus Got⸗ Von dieſem
tes Befehl geſprochen.
Befehl und Gewalt der Schlüſſel, wie
nöthig ſie ſei den erſchrockenen Ge⸗
ic: Die Diacon ſollen nach den Prieſtern ordentlich das Sa⸗
als we Knumnel erſ icch wöſten!
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