Druckschrift 
Allgemeines und vollständiges Evangelisches Gesang-Buch für die Königl. Preuß. Schlesischen Lande : also eingerichtet, daß es in allen evangel. Gemeinden zu gebrauchen ist, indem man darinnen die erbaulichen Lieder aus allen in Schlesien zeithero üblichen Gesangbüchern zu allgemeiner Erbauung zusammengetragen hat : nebst angefügtem Gebet-Buch und einer Vorrede / von Johann Friedrich Burg, Königl. Ober-Consistorial-Rath und Inspector
Entstehung
Einzelbild herunterladen

5 C=ö 4 8 2 8 1 8

284 Dieß iſt faſt die Summe der Lehre,

welche in unſern Kirchen zu rechtem chriſtlichen Unterricht und Troſt der

Gewiſſen, auch zur Beſſerung der

Gläubigen gepredigt und gelehrt iſt. Wie wir denn unſere eigene Seele und Gewiſſen je nicht gerne wollten vor Gott mit Mißbrauch göttlichen Worts in die höchſte und größeſte Gefahr ſetzen, oder auf unſere Kinder

Die Augsburgiſche Confeſſion.

hierin unchriſtlich oder

und Nachkommen eine andere Lehre, denn die, ſo dem rein göttlichen Worte und chriſtlicher Wahrheit gemäß fäl⸗ len oder erben. So denn dieſelbige

in heiliger Schrift klar Hegrühnde und riſtlichen, ja

dazu auch gemeiner römiſcher Kirchen, ſo viel aus der Väter Schrift zu vermerken, nicht zu⸗ wider noch entgegen iſt, ſo achten wir auch, unſere Widerſacher können in obenangezeigten Artikeln nicht uneinig mit uns ſein. Derſelben handeln die⸗ jenigen ganz unfreundlich, geſchwind und wider alle chriſtliche Einigkeit und Liebe, ſo die Unſern derhalben als Ketzer abzuſondern, zu verwerfen und zu meiden, ihnen ſelbſt ohne einigen beſtändigen Grund göttlicher Gebote oder Schrift vornehmen. Denn die Irrung und Zank iſt vornehmlich über etlichen Traditionen und Mißbräuchen. So denn nun an den Haupt⸗Artikeln kein befindlicher Ungrund oder Man⸗ gel und dieß unſer Bekenntniß gött⸗ lich und chriſtlich iſt, ſollten ſich billig die Biſchöſe, wenn ſchon bei uns der Tradition halben ein Mangel wäre,

elinder erzeigen, wiewohl wir ver⸗

offen, beſtändigen Grund und Ur⸗ ſachen darzuthun, warum bei uns etliche Traditiones und Mißbräuche geändert ſind.

II. Artikel, von welchem Zwieſpalt

iſt, da erzählt werden die Miß⸗ bräuche, ſo geändert ſind. o nun von den Artikeln des Glau⸗

bens in unſern Kirchen nicht ge⸗

beweiſen kann.

ändert ſind, welche zum Theil mit der

V des ſelbſt eingeriſſen, zum Theil mit

ewalt aufgerichtet, ſondern unſere Nothdurft, dieſelben zu erzählen, und Urſache darzuthun, warum hierin

Aenderung geduldet iſt, damit kaiſerl.

Majeſtät erkennen möge, daß nicht

6 Freventlch ge⸗ handelt, ſondern, daß wir durch Got⸗ tes Gebot, welches billig höher zu achten, denn alle Gewohnheit, ge⸗ drungen ſein, ſolche Aenderung zu

geſtatten.

Der 22. Artikel. Von beider Geſtalt des Sacraments. Den Laien wird bei uns beide Ge⸗ ſtalt des Sacraments gereicht

aus dieſer Urſache, daß dieß iſt ein klarer Befehl und Gebot Chriſti

Matth. 26: Trinkt Alle daraus. Da

gebeut Chriſtus mit klaren Worten von dem Kelche, daß ſie alle daraus

trinken ſollen.

Und damit Niemand dieſe Worte

anfechten und gloſſiren könne, abs

gehöre es allein den Prieſtern zu, ſo

zeigt Paulus 1. Cor. am 11. an, daß

die ganze Verſammlung der Corinther⸗

,

Kirchen beide Geſtalt gebraucht hat.

Und dieſer Brauch iſt lange Zeit in der Kirche geblieben, wie man durch die Hiſtorien und der Väter Schriften Cyprianus gedenit an vielen Orten, daß den Laien der

len ſoll, distinct. 2. de consecr. 6. comperimus.

auch Niemand wiſſen, wann oder

lehrt wird zuwider der heiligen Schrift, oder gemeiner chriſtlichen Kirchen ſon⸗ dern allein etliche Mißbräuche ge⸗

Geſtalt zu nehmen, eingeführt iſt⸗

Kelch zu der Zeit gereicht ſei. So ſpricht St. Hieronymus, daß die Prie⸗ ſter, ſo das Sacrament reichen, den Volke das Blut Chriſti austheilen. So gebeut Gelaſius, der Papſt ſelbſt. daß man das Sacrament nicht thei

Man findet auch nir⸗ M gends keinen Canon, der dagebiete, al⸗ lein Eine Geſtalt zu nehmen. Es kann bo durch welche dieſe Gewohnheit, Ene(ob

wiewohl der Cardinal Cuſanus ge⸗ ſ denkt, wann dieſe Weiſe approbirt

a entgege ie gewöhl acramen

Vom

E⸗ iſt b niede mächtige von großer ſen und L vermochte! war auchj tern aufs häßlichs zund ande haben ſich helichen nu in gedru

1

ch zoher No

die Schri Stand ſei geſetzt, 1